Forum OÖ Geschichte

Petroleum

Vom Kienspan zur Leuchtdiode. Beleuchtung im Wandel der Zeit.


Gegen Ende des 19. Jhdts. wurden technische Lampenöle zunehmend durch mineralisches Petroleum ersetzt. Basis war die Lampenkonstruktion des Amerikaners Silliman. Mit Hilfe der Kapillarwirkung des Dochtes steigt das mineralische Öl aufgrund des geringeren Gewichtes nach oben Richtung Flamme. Ölbehälter konnten daher unterhalb des Brenners gebaut werden. Es gab Tisch-, Wand- und Deckenleuchten und man verwendete sie im Haus, im Stall, in der Werkstätte, für Eisenbahn, Schifffahrt, Kutschen, Fahrräder und Automobil. Aufwendig war die Pflege, da sich im Brennstoffbehälter Ablagerungen sammelten und der Glaszylinder regelmäßig vom Ruß gereinigt werden musste. Beim Nachfüllen des Öls bei brennender Lampe passierten Unfälle, wenn "Öl ins Feuer gegossen wurde".

Autor: Fritz Fellner, 2016



Objekte


•    Petroleumlampen
•    Lichtschirm
•    Petroleumlampe zu einer Elektrolampe umgebaut
•    Petromaxlampe, 1930 Starklichtlampe, bei der Petroleum unter Druck durch einen Vergaser geleitet wird und der verdampfte Brennstoff in einem Glühstrumpf verbrannt wird, sie stammt aus dem Bauhof Freistadt
•    Petroleumlampe, Docht ist durch einen Zahnradantrieb höhenverstellbar


Dokumentation zur Sonderausstellung Vom Kienspan zur Leuchtdiode. Beleuchtung im Wandel der Zeit vom 10. Dezember 2016 bis 5. Februar 2017.

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