Forum OÖ Geschichte

Öl

Vom Kienspan zur Leuchtdiode. Beleuchtung im Wandel der Zeit.


Seit der Frühzeit benutzte man tierische und pflanzliche Öle. Das Pflanzenöl war dünnflüssig, leicht zu handhaben und wurde aus Oliven, Leinsamen, Mohn und Rizinus erzeugt. Die geknüpften Dochte bestanden aus Papyrus, später aus Hanf, Flachs, Binsenmark oder Wollfäden. Mit Entwicklung des Runddochts und der Verwendung eines Blech- bzw. Glaszylinders gelang eine Erhöhung der Leuchtkraft.

In unserer Gegend wurde das Ruböl, das aus dem Samen des Rapses gewonnen wurde, verwendet. Dieses Öl stieg nur sehr langsam den Docht hinauf, sodass man besondere Lampenkonstruktionen verwenden musste. Meist war der Ölbehälter höher als der Brenner angeordnet, damit das Öl mit Druck in den Docht gepresst wurde. Der Einsatz der Lampen war fast immer mit Ruß und Gestank verbunden. In vornehmen Haushalten hielten sich Öllampen aus Metallen bis ins frühe 19. Jahrhundert, auf dem Land wurden sie in Form von Schalen mit Aufhängevorrichtungen für Stall und Kellerräume bis zur Einführung der Elektrizität verwendet.

Autor: Fritz Fellner, 2016



Objekte


•    Spiritusgaslampe, 1870, angefertigt von Friedrich Grosch, Freistadt
•    Fahrradkarbidlampe,
•    Karbidlampe, zwei Behälter ineinander verschraubbar, der untere für Karbid, der obere für Wasser, oben ragt ein Rohr heraus für den Specksteinbrenner.
•    Ã–llampe
•    Ruböllampe aus dem Stadttheater Freistadt, war Anfang des19. Jhdts. Im heutigen Grundbuchsaal, Pfarrplatz 12 untergebracht
•    Grubenlampe
•    Ruböltischlampe


Dokumentation zur Sonderausstellung Vom Kienspan zur Leuchtdiode. Beleuchtung im Wandel der Zeit vom 10. Dezember 2016 bis 5. Februar 2017.

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