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Die Nähmaschine


Nähnadel
Die Nähnadel war eine der ersten Erfindungen des Menschen. Schon etwa 40.000 Jahre v. Chr. benutzte man zum Nähen gespaltene Fischgräten, Dornen und Ähnliches. Später folgten Nadeln aus Knochen oder Horn mit einem Öhr und weitere aus Bronze und Kupfer.
Im 14. Jahrhundert gelang es in Nürnberg erstmals eine Nadel aus Stahldraht herzustellen. Erst in der Mitte des 18. Jahrhunderts beschäftigte man sich damit, die Nähnadel durch eine Maschine bewegen zu lassen.

Mehrere „Erfinder“
Für die Erfindung der Nähmaschine gibt es allerdings keinen alleinigen Erfinder. Von der Mitte des 18. Jahrhunderts bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts zeigt sich das Bemühen unterschiedlichster Konstrukteure aus verschiedenen Ländern eine Nähmaschine zu erfinden, unter ihnen der Österreicher Josef Madersperger mit seiner Maschine aus dem Jahr 1814, deren Konstruktion bahnbrechend und fortschrittlich war.
Die Entwicklung der modernen Nähmaschine - als Zweifadenmaschine mit Doppelsteppstich – geht hauptsächlich auf zwei Amerikaner zurück: Elias Howe und Isaac Merrit Singer. Letztgenannten blieb es auch vorbehalten, der Nähmaschine ab 1850 den Siegeszug durch die Welt zu bereiten.
Bereits in den 1850er Jahren gab es erste Nähmaschinen mit Fußantrieb, in den 1860er Jahren mit Dampfantrieb.

The Singer Company

The Singer Company wurde 1851 von dem Unternehmer und Erfinder Isaac Merrit Singer und dem Rechtsanwalt Edward Clark gegründet. Innerhalb kürzester Zeit stieg das Unternehmen zum größten Nähmaschinenproduzenten der Welt auf. 1921 wurde die erste tragbare Nähmaschine entwickelt.


Autorin: Ingeborg Micko, 2008


Dokumentation zur Ausstellung: "Das bisschen Haushalt…" Geräte und Techniken im Wandel. Ausstellung in den Stadtmuseen Wels – Burg vom 25. Juni bis 26. Oktober 2008.

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