Forum O├ľ Geschichte

Pflanzliche Ern├Ąhrungstraditionen: Getreide, Gem├╝se, Salate und Pilze


Das Angebot der vom Menschen genutzten pflanzlichen Nahrungsmittel wird st├Ąndig erweitert und reicht vom Weizen bis zu den Tr├╝ffeln. Getreide ÔÇô nach der r├Âmischen G├Âttin des Ackerbaus, Ceres, auch Zerealien genannt ÔÇô umfasst das weite Spektrum essbarer K├Ârner wie Weizen, Roggen, Gerste, Hafer, Hirse, Mais und Reis, aus denen weltweit die Grundnahrungsmittel hergestellt werden.

Gem├╝se kann ebenfalls auf eine bereits weit zur├╝ckreichende Verwendung als menschliches Nahrungsmittel verweisen: Um 3000 v. Chr. pflanzten beispielsweise die Bauern Mesopotamiens R├╝ben, Zwiebeln, Gartenbohnen, Erbsen, Linsen, Lauch, Knoblauch und Rettiche.
Schon der Ordensvater Benedikt empfahl seinen M├Ânchen neben den gekochten Speisen ausdr├╝cklich Obst und Gem├╝se. Wie aus mittelalterlichen Rezepten ersichtlich, bezeichnete jedoch Gem├╝se ÔÇô das Wort verweist auf Mus ÔÇô urspr├╝nglich noch jede musf├Ârmige Breispeise.

Eigene Konservierungsmethoden wie etwa das Trocknen oder Einlegen in Essig wurden entwickelt, um so Gem├╝se oder Pilze l├Ąnger haltbar zu machen. Vor allem Kraut stand seit dem Mittelalter immer wieder auf den Speisezetteln wie dies auch noch die Schl├Ągler Speiseordnung des sp├Ąten 17. Jahrhundert best├Ątigt.

Neben dem Kraut (Gelb- und Gr├╝nkraut) und R├╝ben wurden in den Klosterk├╝chen auch Erbsen verkocht, zu denen sich im Barock Karfiol, Artischocken, Kohlr├╝ben, Salat, Spargel und Fisolen gesellten.

Autor: Hannes Etzlstorfer, 2007


Kulinarisches Kloster. Zwischen Festmahl und Fastenk├╝che. Dokumentation zur Ausstellung im Stift Schl├Ągl/Meierhof vom 25. Mai bis 30. September 2007.

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