Forum OÖ Geschichte

Wendezeiten - Hart an der Grenze


1918. Begrenzen: Zwei neue Staaten - eine Grenze

„Durch die FriedensvertrĂ€ge nach dem Ersten Weltkrieg verĂ€nderten sich auch die Grenzen: Verliererstaaten wurden verkleinert, SiegermĂ€chte gewannen Gebiete dazu.“

(Karl Vocelka)


Nationen sind keine „natĂŒrlichen” Gebilde. Sie mĂŒssen durch beharrlich wiederholte ErzĂ€hlungen und mittels gewalttĂ€tiger Umsetzung kultureller Leitbilder installiert und abgesichert werden. Kontrolliert wird der „Volkskörper” mittels einer nachtrĂ€glich interpretierten Geschichte. Nur wer die Deutungshoheit ĂŒber die Vergangenheit hat, kann auch in Zukunft nach GutdĂŒn-ken ĂŒber ein definiertes geografisches Territorium verfĂŒgen.

(TMW, Feb. 1917)
 

Objekte

  • zwei Schulwandtafeln, 1895 - Idealisierende Darstellung der Angehörigen der tschechischen und deutschen Volksgruppe in Böhmen

Kuratoren und Texte: Fritz Fellner, Hubert Roiß
 


Dokumentation zur Sonderausstellung Wendezeiten - Hart an der Grenze vom 14. April bis 26. Oktober 2018 im MĂŒhlviertler Schlossmuseum Freistadt.

© 2018