Forum O√Ė Geschichte

Tätersuche

Phantombilder, Fahndungsfotos und Steckbriefe

Phantombilder und T√§terbeschreibungen entstehen mit Hilfe von Zeugen. Sind die Tatverd√§chtigen nicht zu ermitteln, wird im Auftrag der Staatsanwaltschaft vor allem in Mordf√§llen eine √Ėffentlichkeitsfahndung eingeleitet. Zu diesem Zweck werden Fernsehen, Rundfunk und Presse eingeschaltet. Wichtig ist, dass das rechte Ma√ü an Informationen an die √Ėffentlichkeit gebracht wird, damit der T√§ter zwar gefasst, nicht aber gewarnt wird. Der Stand der Ermittlungen oder Informationen, √ľber die nur T√§ter und Polizei verf√ľgen, d√ľrfen nicht ver√∂ffentlicht werden.

Autorin: Ute Streitt


Räuberhauptmann Kope(t)zky (1865-1897)

Der gelernte Schmied sprach "B√∂hmerwalddeutsch" und war seit fr√ľhester Jugend in diverse Diebstahls- und Raubgeschichten verwickelt. Nach einer siebenj√§hrigen Gef√§ngisstrafe in den 1880ern wurde er 1893 erneut zu weiteren 15 Jahren verurteilt, nach zweieinhalb Jahren brach er aus und begab sich nach S√ľdb√∂hmen. Dort wurde er am 3. Mai 1897 auf dem Viehmarkt in Kaplitz gesehen, wo er m√∂glicherweise das Bargeld von Viehh√§ndlern ausforschte. Anfang Mai wurde er verhaftet und dem Kreisgericht Budweis √ľberstellt. 14 Tage sp√§ter beging er Selbstmord, seither existieren viele M√§rchen √ľber ihn.

Autor: Fritz Fellner


Schande, Folter, Hinrichtung. Forschungen zu Rechtsprechung und Strafvollzug in Ober√∂sterreich. Ausstellung der O√∂. Landesmuseen im Schlossmuseum Linz und M√ľhlviertler Schlossmuseum Freistadt vom 8. Juni-2. November 2011

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