Forum OÖ Geschichte

Margareta

Margarita (auch Marina) von Antiochia in Pisidien (heute sind das die Ruinen bei Jalowadj, nördlich von Adalia und westlich von Konia, Süd-Kleinasien), Jungfrau und Megalomärtyrin (Groß-Märtyrin). Der Legende zufolge wurde sie von ihrem heidnischen Vater verstoßen und in der diokletianischen Verfolgung 307 (?) gemartert und enthauptet. Ihr Fest in der griechischen Kirche ist seit alters her am 13. Juli, in der abendländischen Kirche seit 12. Jhdt. am 20. Juli. Sie ist eine der 14 NothelferInnen.

Darstellung: mit Drachen (= Teufel), den sie mit dem Kreuzzeichen besiegt haben soll, mit Kreuzstab (mit einer Taube darauf) oder Kruzifix in der Hand, mit Krone (oder Perlenkranz auf Grund ihres Namens), Fackel und Kamm (Marterwerkzeug).

Patronin der Bauern, der unfruchtbaren Ehefrauen, Gebärenden, Jungfrauen; des Wehrstandes (siehe Barbara); bei Gesichtskrankheiten und Wunden; als Drachenheilige auch Kulturpatronin; für die Fruchtbarkeit der Felder.

Patrozinien

   

Malšin (Malsching)

Die Pfarrkirche der St. Markéta (Hl. Margarete) ist urkundlich erstmals im Jahr 1384 erwähnt. Die Kirche war ursprünglich ein frühgotischer Bau aus dem Ende des 13. Jahrhunderts wurde im Jahre 1593 zum ersten Mal umgebaut. Der nächste Umbau, diesmal im Barockstil, folgte am Ende des 17. Jhdts. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts hat man die Kirche renoviert.

Horní Planá (Oberplan)

Die ursprünglich frühgotische Dekanatskirche St. Margareta wurde in der 2. H. d. 13. Jhdts. errichtet und um 1700 barockisiert. Sie enthält in ihren ältesten Teilen figurale Renaissancemalereien aus dem 16. Jhdt. An der Außenmauer der Kirche befindet sich ein Epitaph für die Mutter Adalbert Stifters.

Lembach im Mühlkreis

Die Kirche stammt aus unterschiedlichen Bauphasen, unter anderem wurde sie in jüngerer Zeit durch einen Anbau wesentlich erweitert. Die beeindruckenden, neuzeitlichen Glasfenster stammen von Lydia Roppolt. Das ehemalige Hochaltarbild, die Hl. Margarete darstellend, stammt von Josef Koberwein.

Autor: Fritz Fellner


Schande, Folter, Hinrichtung. Forschungen zu Rechtsprechung und Strafvollzug in Oberösterreich. Ausstellung der Oö. Landesmuseen im Schlossmuseum Linz und Mühlviertler Schlossmuseum Freistadt vom 8. Juni-2. November 2011

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