Forum OÖ Geschichte

Widerstand gegen den NS-Terror


Die anfangs breite Zustimmung zum Nationalsozialismus, der NS-Terror und die Emigration Tausender Menschen sind schwierige Voraussetzungen für den Widerstand in Österreich. Der organisierte Kampf gegen das NS-Regime – vor allem mittels Flugblättern, Sabotageakten, Attentaten oder Partisanenkampf – bleibt auf eine Minderheit beschränkt und ist hauptsächlich auf politische Gruppierungen, wie die Linke und katholische Basisgruppen, verteilt. Einzelne Personen leisten auch aus humanitären, persönlichen und religiösen Gründen Widerstand. Generell stehen Regimekritik und unangepasstes Verhalten unter harter Strafe.

Ein Beispiel: Gruppe „O5“

Gegen Kriegsende entstehen überparteiliche Widerstandsgruppen, wie die „O5“. Die Bezeichnung steht für „OE“ („Österreich“) und wird an Haus- und Kirchenwände gemalt.

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Gegen Kriegsende entstehen überparteiliche Widerstandsgruppen, wie die „O5“. Die Bezeichnung steht für „OE“ („Österreich“) und wird an Haus- und Kirchenwände gemalt. Diese Gruppe erlangt durch Kontakte zu den Westalliierten politische Bedeutung. Außerdem steht sie in Verbindung zur militärischen Widerstandsgruppe um Major Carl Szokoll, die eine kampflose Übergabe Wiens an die Rote Armee vorbereitet. Dieser Plan wird jedoch im April 1945 verraten. Mit der „O5“ arbeitet auch die Tiroler Widerstandsbewegung um Karl Gruber und Ludwig Steiner zusammen. Diese befreit Innsbruck am 3. Mai 1945 noch vor dem Eintreffen der US-Truppen.

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Autoren: Stefan Karner und Lorenz Mikoletzky, 2008 (wissenschaftliche Ausstellungsleitung)


Der Rest ist Österreich. Geschichte der Republik. Dokumentation zur Ausstellung im Nordico. Museum der Stadt Linz vom 3. Februar-18. April 2010

 

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