Forum O√Ė Geschichte

Grenzverlust


Es geht nicht darum Grenzen zu verschieben,
sondern ihnen den trennenden Charakter f√ľr die Menschen zu nehmen.

(Richard von Weizsäcker)


Eine Grenze politisch verschwinden zu lassen, fiel Joseph II. 1779 nicht schwer. Doch kann man Menschen, denen man √ľber Jahrhunderte eingeredet hatte, auf der anderen Seite des Hausrucks wohne der Feind, auf einen Schlag nun zu Freunden und Landsleuten machen? Die Grenzen in den K√∂pfen der Menschen mussten weiter bestehen, die alten Vorurteile fanden ein Ventil in  Gstanzln, Spottversen und spektakul√§ren Raufereien. Noch heute wissen Bewohner der Grenzgebiete von solchen zu erz√§hlen.Doch immer schon gab es auch die andere Seite. Am Hausruckkamm traf man sich, die Grenze missachtend, zum gemeinsamen Tanz, und oft fand man gerade unter ‚Äědenen von der anderen Seite‚Äú den Lebenspartner.


Dokumenation zur Ausstellung "Landler/Bandler - Innviertler/Rindviertler. Der Hausruck als Grenze" im Kulturgut Hausruck und Schloss Starhemberg, in Kooperation mit der O√Ė. Landesausstellung 2012.

© 2018