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Die Bezirkshauptmannschaften während der 2. Republik


Aufgrund der russischen bzw. amerikanischen Besatzung war ein Verbindungsamt, die sogenannte Zivilverwaltung M√ľhlviertel, f√ľr den russisch besetzten Norden des Landes n√∂tig geworden. 1955 wurde es nach Abschluss des Staatsvertrages aufgel√∂st. 1956 gab es neben der o√∂. Landesverwaltung die Beh√∂rden 1. Instanz und die untergeordneten Gemeinden. Bis heute gibt es die Bezirkshauptmannschaften und die Statutarst√§dte Linz, Steyr und Wels (seit 1964).

Bei den Gemeinden und Gerichtsbezirken behielt man die territorialen Ver√§nderungen bei. Aufgrund der russischen bzw. amerikanischen Besatzung war ein Verbindungsamt f√ľr den russisch besetzten Norden des Landes n√∂tig geworden. Die sogenannte Zivilverwaltung M√ľhlviertel hatte ihren Sitz in Urfahr und war Verbindungsamt zwischen den Beh√∂rden der 1. Instanz und dem Amt der O√∂. Landesregierung. Nach Abschluss des Staatsvertrages 1955 wurde die Zivilverwaltung M√ľhlviertel aufgel√∂st. 1956 gab es neben der O√∂. Landesverwaltung die Beh√∂rden 1. Instanz und die untergeordneten Gemeinden.

Die historisch √ľberkommene Zweiteilung blieb somit bis heute bestehen: neben den Bezirkshauptmannschaften (Seit 1925 politische Landesbeh√∂rden 1. Instanz mit Landesbeamten) gab es immer noch die St√§dte mit eigenem Statut, die anders strukturiert waren. Wels wurde neben Linz und Steyr erst 1964 Statutarstadt. In Ober√∂sterreich bildet das alte Reichsgesetz von 1868 auch heute noch die landesrechtliche Organisationsvorschrift f√ľr die Bezirkshauptmannschaften.
 

Autorin: Ute Streitt, 2018


Dokumentation der Wanderausstellung "150 Jahre Bezirkshauptmannschaften" im Jahr 2018, die gemeinsam von den Bezirkshauptmannschaften unter der Leitung von BH Rudolf Greiner (BH Sch√§rding) und Mag. Ute Streitt (Leiterin der Sammlung Technikgeschichte und Wehrkunde am O√Ė. Landesmuseum) recherchiert und gestaltet wurde.

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