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Die Bezirkshauptmannschaften während der 1. Republik (1918-1938)

1918 wurde die 1. Republik ausgerufen. Die Verwaltungsstruktur aus der Zeit der Monarchie blieb bestehen. 1925 wurden die Bezirkshauptmannschaften in die Kompetenz der L√§nder √ľbertragen.

Nach der revolution√§ren Staatsgr√ľndung des Jahres 1918 hatte die provisorische Nationalversammlung der 1. Republik √Ėsterreich zur Aufrechterhaltung einer wirksamen Gesetzesvollziehung in 1. Instanz die bestehenden Verwaltungsbeh√∂rden 1. Instanz von der Monarchie √ľbernommen und beibehalten, weil man sich nicht auf eine andere Form einigen konnte.

In der Verfassung von 1920 werden die Bezirkshauptmannschaften nicht erwähnt. Die Verwaltung sollte anders, aber ebenfalls hierarchisch, organisiert werden:
An oberster Stelle stand die Landesregierung, darunter sollten die Gebietsgemeinden folgen, die jedoch nie umgesetzt wurden, weshalb die Bezirkshauptmannschaften bestehen blieben. An unterster Stelle standen die Ortsgemeinden.

1925 wurden die Bezirkshauptmannschaften im Zuge der ersten gro√üen Verfassungsnovelle in die Kompetenz der L√§nder √ľbertragen.
 

Autorin: Ute Streitt, 2018


Dokumentation der Wanderausstellung "150 Jahre Bezirkshauptmannschaften" im Jahr 2018, die gemeinsam von den Bezirkshauptmannschaften unter der Leitung von BH Rudolf Greiner (BH Sch√§rding) und Mag. Ute Streitt (Leiterin der Sammlung Technikgeschichte und Wehrkunde am O√Ė. Landesmuseum) recherchiert und gestaltet wurde.

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