Forum OÖ Geschichte

Die Bezirkshauptmannschaften während des Dritten Reiches (1938-1945)


1938 wurde Österreich ins Deutsche Reich eingegliedert. Die Bezirkshauptmannschaften wurden aufgelöst. 13 Landkreise mit Landratsämtern und leitenden Landräten wurden eingerichtet. Die Städte mit eigenem Statut, Linz und Steyr, wurden in die Stadtkreise Linz und Steyr umgewandelt.

Mit der Eingliederung Österreichs in das Deutsche Reich 1938 traten einschneidende gesetzliche Veränderungen in der Organisation der politischen Verwaltung in Oberösterreich in Kraft.

Nach dem Anschluss wurden die Bezirkshauptmänner und ihre Mitarbeiter als Feinde des nationalsozialistischen Regimes angesehen. Die Bezirkshauptmannschaften, die bis dahin die Aufgaben in der Sicherheitsverwaltung übernommen hatten, wurden aufgelöst. 13 Landkreise mit Landratsämtern und leitenden Landräten wurden eingerichtet.

Die Städte mit eigenem Statut, Linz und Steyr, wurden in die Stadtkreise Linz und Steyr umgewandelt.

Gebietsmäßige Veränderungen:
• Die Bezirke Eferding und Urfahr wurden aufgelöst und die Agenden Eferdings vom Landkreis Grieskirchen bzw. jene von Urfahr von den Landkreisen Freistadt und Linz übernommen.
• Territoriale Verschiebungen wurden zwischen den Landkreisen Kirchdorf und Steyr, sowie Wels und Linz vorgenommen.
• Der Amtsgerichtsbezirk Aussee wurde vom Landkreis Gmunden übernommen.
• 1940 wurden die südböhmischen Landkreise Kaplitz und Krummau dem Gau Oberdonau angegliedert.
 

Autorin: Ute Streitt, 2018


Dokumentation der Wanderausstellung "150 Jahre Bezirkshauptmannschaften" im Jahr 2018, die gemeinsam von den Bezirkshauptmannschaften unter der Leitung von BH Rudolf Greiner (BH Schärding) und Mag. Ute Streitt (Leiterin der Sammlung Technikgeschichte und Wehrkunde am OÖ. Landesmuseum) recherchiert und gestaltet wurde.

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