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Mensch & Pferd - Kult und Leidenschaft | OÖ Landesausstellung 2016


Mythische Pferdewelten

Seit Jahrtausenden ist das Pferd wegen seiner Schnelligkeit, Kraft und Wildheit von vielerlei Mythen umgeben. Die Macht dieser Mythen ist das Thema dieser Szenographien: Die Zentauren als wilde und gefĂ€hrliche Mischwesen voll von bacchantischen, aggressiven, aber auch intellektuellen Elementen. Das Einhorn als Inbegriff von Reinheit, Stille und jungfrĂ€ulicher Unschuld. Pegasus, das geflĂŒgelte Pferd als Kind des Meeresgottes Poseidon, das aus dem dionysisch-orgiastischen Dunkel des Meeres in die apollinische Geistigkeit des Sternenhimmels emporsteigt.

Das Raumkonzept will den Besucher dazu einladen, nicht nur Betrachter eines Bildes zu sein, sondern selbst Teil der Szene zu werden. Die Grenze zwischen Betrachter und Objekt wird durch einen lustvollen, leichten und doch auch dramatischen Umgang aufgelöst.

Szenendarstellung 1. Raum: Wilde Kampfszene. Chiron, der Achill belehrt. Die wilden Zentauren, die den Lapithen, riesenhaften, aber edlen Menschen, im Kampf unterliegen.

Szenendarstellung 2. Raum: Reinheit und Unschuld. Das Einhorn aus einer Höhle im Wald kommend.

Szenendarstellung 3. Raum: Aufstieg in den Himmel. Pegasus mit aufgeschlagenen FlĂŒgeln dem Götterhimmel entgegenfliegend.


Autor: Roman Sandgruber, 2016


Mensch & Pferd - Kult und Leidenschaft. Dokumentation zur OÖ Landesausstellung 2016, 29. April bis 6. November 2016 im Stift Lambach.

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