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Die Pferdeeisenbahn – an der Schwelle zur Moderne

Eine Spielart der Durchdringung von Landschaft ist seit jeher der Bau von Straßen und Wegen. GĂŒtertransport und Reisen waren lange Zeit eine sehr mĂŒhevolle Angelegenheit. Einen großen Sprung nach vorne brachte die Eisenbahn. Die Pferdeeisenbahn zwischen Linz und Budweis (spĂ€ter bis nach Gmunden ausgebaut) war die zweitĂ€lteste Bahnlinie auf dem europĂ€ischen Festland und stellte eine Pionierleistung ersten Ranges dar.

Zugleich ist sie Sinnbild fĂŒr eine faszinierende Übergangszeit, in der alte Methoden und neue Technik erstaunliche Verbindungen eingingen. Auch aus umweltgeschichtlicher Perspektive nimmt die Pferdeeisenbahn eine interessante Zwischenstellung ein, fĂ€llt sie doch noch in die SphĂ€re der solaren EnergiekreislĂ€ufe. Denn ihr Antrieb, das Pferd, bezieht seine Energie aus Heu und Hafer. Andererseits war bereits eine grĂ¶ĂŸere Menge an Eisen fĂŒr diese Form der technischen Optimierung notwendig.


Mensch und Natur. Zur Geschichte des MĂŒhlviertels. Eine Dokumentation der Dauerausstellung im Green Belt Center in Windhaag, 2015.

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