Forum O√Ė Geschichte

FREIST√ĄDTER KOMPONISTEN


Josef Peer (geb. 1902)

Josef Peer wurde am 3. Februar 1902 in Frauenberg bei Admont geboren. Sein Vater war Lehrer und Organist und brachte ihm das Orgelspiel bei. Bereits mit 12 Jahren begann er seine Karriere als Organist in der Wallfahrtskirche in Frauenberg bei Admont. Nach der Volksschule im eigenen Haus, besuchte er die B√ľrgerschule, die heutige Hauptschule in Graz in der Anstalt "Vincentinum" der Marianisten. Im Jahr 1923 f√ľhrte ihn die Musik nach Freistadt, er wurde Organist in der Freist√§dter Stadtpfarrkirche. Am Marianum in Freistadt gab er Internatssch√ľlern Klavierunterricht und war dort auch als Organist t√§tig. Schlussendlich absolvierte Peer ein Studium in der Lehrerbildungsanstalt der Marianisten und legte mit 26 Jahren die Matura ab. Ab 1930 nahm er Unterricht bei Domkapellmeister F. X. M√ľller in "Kontrapunkt" und legte ein Jahr darauf die Pr√ľfung f√ľr Gesang und Orgel ab. Begonnen hat er seine Berufslehrbahn im Marianum in Freistadt, wo er auch das Musikp√§dagogium in Orgel und Gesang absolvierte. Von 1950 bis zur Pensionierung war er Leiter dieser Schule. Am Gymnasium war er von 1938 bis 1940 und von 1945 bis 1957 Musiklehrer. Er war zugleich auch hauptberuflicher Lehrer an der Volksschule der Marianisten und ab Herbst 1938 an der √∂ffentlichen Volksschule. Nach dem Kriegseinsatz bis 1945 war er wieder als Lehrer t√§tig und wurde dann Leiter der √∂ffentlichen Volksschule in Freistadt. 1950 wurde ihm der Titel des Oberlehrers und anschlie√üend des Oberschulrates verliehen. Bis zu seinem 70. Lebensjahr unterrichtete er verschiedene F√§cher an der Hauptschule. Er war lange Zeit auch Leiter des Kirchenchores und √ľbernahm den M√§nnergesangsverein. Die Mehrzahl seiner Kompositionen schrieb er vor 1950 und leider sind von seinen Werken nur wenige fragmentarisch erhalten.

Guntram Peer (geb. 1940)

Guntram Peer wurde am 16. Mai 1940 in Freistadt geboren. Sein musikalischer Werdegang begann neben der Mittelschule am Brucknerkonservatorium in Linz und setzte sich in der "Akademie f√ľr Musik und darstellende Kunst" in Wien fort. Er belegte die F√§cher Orgel, Kirchenmusik und das akademische Hauptseminar. Ab 1968 unterrichtete er am Oberstufenrealgymnasium in Perg als Musikprofessor. Im Alter von 62 Jahren ging er in Pension. Zu diesem Anlass gab es eine gro√üe Abschiedmesse in Perg, wo er seine missa ultima, pr√§sentierte. Er ist nicht nur ein gl√ľhender Bruckner-Verehrer sondern eifert ihm auch als Komponist stilistisch nach. Als Organist gab er zahlreiche Konzerte im In- und Ausland und trug sein breites Wissen zum Buch Die Orgeln des Bezirkes Perg bei. International bekannt wurde Guntram Peer durch viel beachtete Konzerte an gro√üen Orgeln in Deutschland und Schweden. Peer schrieb Kompositionen f√ľr den Perger Kirchenchor und das M√ľnzbacher Kammerorchester. Anl√§sslich seines 70. Geburtstags, wurde ein Jubil√§umskonzert in der Stadtpfarrkirche abgehalten.

Dokumentation zur Sonderausstellung Wendezeiten - Hart an der Grenze vom 14. April bis 26. Oktober 2018 im M√ľhlviertler Schlossmuseum Freistadt.

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