Forum O√Ė Geschichte

FREIST√ĄDTER KOMPONISTEN


Anton Vergeiner (1858‚Äď1901)

1854 kam der Vater Dr. Anton Vergeiner, der aus Osttirol stammte, als Advokat und Notar nach Freistadt. Er war von 1855 bis 1867 Vorstand des M√§nnergesangsvereins Freistadt. Die Musik, vor allem Gesang und Violine, war in der Fa¬≠milie sehr wichtig und Impuls f√ľr die musikalische Entwicklung der sieben Kin¬≠der, vor allem der Br√ľder Anton und Hermann Pius.

Anton maturierte am Gymnasium Freistadt und wurde nach dem Einj√§hrig-Frei¬≠willigen-Jahr beim Innsbrucker Kaiserj√§ger-Regiment 1880 k. u. k. Leutnant, jedoch nach 2 Jahren wegen unmilit√§rischer Haltung degradiert. Ab 1878 studierte er Jus in Innsbruck und Wien, schloss aber nicht mit dem Doktorat ab, da er sich mehr zur Musik hingezogen f√ľhlte.

Er lernte bereits w√§hrend der Schulzeit bei Stadtkapellmeister Josef Lechner in Linz und sp√§ter in Wien Violine, wo er auch Vorlesungen in Harmonielehre bei Anton Bruckner besuchte. Bereits als Dreizehnj√§hriger komponierte er Ch√∂re (nach Texten seines Vaters) und eine Schnellpolka f√ľr Violine und Klavier. Sp√§ter folgten dann M√§rsche, Ouvert√ľren und Violinst√ľcke (u. a. eine "Hexentanz-Phantasie").

Berufsm√§√üig gl√ľckte es Anton immer nur f√ľr kurze Zeit unterzukommen, so von Mai bis Oktober 1886 als erster Geiger bei der Kurkapelle in Baden bei Wien sowie vor√ľbergehend in Z√ľrich. Er starb 1901 und wurde wie sein Bruder Hermann Pius im Familiengrab in Freistadt begraben.

Dokumentation zur Sonderausstellung Wendezeiten - Hart an der Grenze vom 14. April bis 26. Oktober 2018 im M√ľhlviertler Schlossmuseum Freistadt.

© 2018