Forum OÖ Geschichte

Das Leben der einfachen Leute

Unser heutiges Wissen ĂŒber das Leben der Römer vor 2000 Jahren stammt aus ĂŒberlieferten lateinischen Texten und aus Überresten, die ArchĂ€ologen, bei Ausgrabungsprojekten finden. Aus diesen vielen kleinen FundstĂŒcken setzen die ArchĂ€ologen ein Bild ĂŒber die Lebensweise der Menschen zu vergangenen Zeiten zusammen: So wissen wir, dass feines Geschirr und GewĂŒrze aus fernen LĂ€ndern zu uns gebracht wurden. Scherben von Fliesen zeigen uns wie die HĂ€user ausgestattet und geschmĂŒckt waren. Werden an einem Ort viele Waffen gefunden, so wissen wir, dass diese zum Schutz gegen Feinde benutzt wurden oder dass an diesem Ort vielleicht ein MilitĂ€rlager gewesen ist.

 

Das Leben der armen Leute

Der Großteil der Bevölkerung der Provinz Noricum war sehr arm. Leider weiß man nur sehr wenig ĂŒber das Leben dieser armen Menschen, die in einfachen HĂ€usern lebten. Da sie nur wenig besaßen, achteten sie besonders auf ihren Besitz und so gibt es auch nur einige wenige archĂ€ologische Funde, die uns ĂŒber ihre Lebensweise etwas erzĂ€hlen können.

 

Heiliger Severin

Wie du im Rundgang Römerzeit I erfahren hast, dauerte im oberösterreichischen Gebiet die Herrschaft der Römer etwa 500 Jahre. Als ihre Herrschaft zu Ende ging, und die Römer von feindlichen StĂ€mmen zurĂŒckgedrĂ€ngt wurden, ging es den einfachen Leuten bei uns besonders schlecht. Sie litten unter den Angriffen und befanden sich in großer Gefahr.

Zu dieser Zeit lebte in unserer Gegend, nahe an der Donau der Heilige Severin. Er war ein reicher Mann, der vermutlich aus Italien stammte und der den armen Menschen helfen wollte. Er brachte die notleidende Bevölkerung in Sicherheit, wenn Angriffe drohten. Er organisierte Spendenaktionen und verhandelte mit den Feinden. Severin begleitete die Menschen nach Lauriacum (Enns), wo es noch sicherer war, als in anderen Gebieten. SpĂ€ter grĂŒndete er ein eigenes Kloster, in dem er bis zu seinem Tod lebte.

 

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