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Ackerbau und Viehzucht


Auf den Feldern wurden vor allem Gerste, Emmer (eine Weizenart) und Hirse angebaut, aber auch Erbsen oder Linsen wurden angepflanzt. Daneben sammelte man weiterhin KrĂ€uter, Pilze und Wildobst. An Tieren zĂŒchteten die Menschen Ziegen und Schafe, spĂ€ter auch Schweine, Rinder und Pferde. HĂŒhner wurden erst in spĂ€terer Zeit zu Haustieren.

Seit wann sind Katzen Haustiere?

Katzen als Haustiere kannte man in der Steinzeit noch nicht. Sie wurden erst bei den Römern domestiziert (als Haustiere gezĂŒchtet).

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Katzen als Haustiere kannte man in der Steinzeit noch nicht. Sie wurden erst bei den Römern domestiziert (als Haustiere gezĂŒchtet). Pferde wurden von den Menschen aber bereits in der Jungsteinzeit gezĂŒchtet. Dagegen wurden die HĂŒhner erst etwas spĂ€ter, nĂ€mlich in der Hallstattzeit (ab etwa 850 v. Chr.) zu Haustieren.

 

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Ackerbau und Viehzucht hatten aber nicht nur eine Erweiterung des „Speisezettels“ zur Folge, da man ja Milch und Fleisch weiterverarbeiten konnte. Auch die Kleidung Ă€nderte sich, diente die gewonnene Wolle – ebenso wie der angebaute Flachs – doch zur Herstellung von Kleidern.

Ebenso entstanden neue Werkzeuge, denn die Felder mussten bearbeitet und fĂŒr die Aussaat vorbereitet werden. Am Beginn standen einfache Haken, bald entwickelten die Menschen einen Hakenpflug, der von Rindern – den neuen Haustieren – gezogen werden konnte. FĂŒr die Ernte verwendeten die Menschen Sicheln aus Feuerstein, einer speziellen Gesteinsart. Dieser Feuerstein wurde oft aus weit entfernten Gebieten in Europa bezogen. Es war daher schon möglich, Waren ĂŒber weite Wegstrecken zu transportieren.

Um FlĂ€chen fĂŒr neue Siedlungen und Felder zu gewinnen, mussten allerdings zuerst WĂ€lder gerodet, abgeholzt werden. Hierzu waren Beile und Äxte aus Stein (Beil = nicht gelocht, Axt = gelocht) vonnöten. Diese Werkzeuge konnten auch zum Bau der HĂ€user verwendet werden.

Typisch fĂŒr die Ă€ltere Jungsteinzeit war das so genannte jungsteinzeitliche Langhaus, ein lang gestreckter Bau, in dem einzelne Bereiche fĂŒr Menschen und Haustiere vorgesehen waren. In diesem Haus wurden auch die VorrĂ€te g

Die Menschen stellten aber nicht nur Werkzeug her und bauten HĂ€user, sie fertigten auch Schmuck, etwa aus Knochen oder Muscheln.

Die Verbreitung des Ackerbaus

Der Ackerbau hat seinen Ursprung nicht in unserer Gegend, sondern er entwickelte sich zuerst im Gebiet des so genannten Zwischenstrom- oder Zweistromlandes – gelegen zwischen den FlĂŒssen Euphrat und Tigris (heute Irak) – sowie an der KĂŒste des Mittelmeers, dort wo sich heute die Staaten Syrien, Israel und Ägypten befinden. (TIPP: Schlage in deinem Geografieatlas nach!) In diesen Gegenden betrieben die Menschen schon ab dem 9./8. Jahrtausend v. Chr. Ackerbau.

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Der Ackerbau hat seinen Ursprung nicht in unserer Gegend, sondern er entwickelte sich zuerst im Gebiet des so genannten Zwischenstrom- oder Zweistromlandes – gelegen zwischen den FlĂŒssen Euphrat und Tigris (heute Irak) – sowie an der KĂŒste des Mittelmeers, dort wo sich heute die Staaten Syrien, Israel und Ägypten befinden. (TIPP: Schlage in deinem Geografieatlas nach!) In diesen Gegenden betrieben die Menschen schon ab dem 9./8. Jahrtausend v. Chr. Ackerbau.
Da diese große FlĂ€che ungefĂ€hr die Form einer Sichel aufweist, spricht man auch vom „Fruchtbaren Halbmond“.

Über Kleinasien und das Gebiet des Schwarzen Meeres gelangte die Kenntnis ĂŒber den Ackerbau langsam in unsere Region. Hier verbreitete sich der Landbau ab dem 6./5. Jahrtausend v. Chr.

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