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Römisches Leben in der SpÀtantike


Die „SpĂ€tantike“ ist jene Zeit, als die römische Herrschaft in unserem heutigen Bundesland zu Ende ging. Sie bezeichnet nach unserer Epochengliederung den Übergang von der Antike in das Mittelalter.

Du hast in der Schule sicher schon von der Völkerwanderung gehört: Im Laufe des 5. Jahrhunderts nach Christus drangen die Hunnen, die in Kleinasien ein riesiges Reich errichtet hatten, bis an die Grenzen der Provinz Noricum vor. Die Hunnen hatten auf ihrem Kriegszug viele andere Völker unterworfen (Vandalen, Westgoten, Ostgoten, Markomannen, Rugier), die sie auf ihrem Vormarsch begleiteten.
Einige dieser StÀmme, wie zum Beispiel die Rugier siedelten sich in der Provinz Noricum an. Die Verteidigung des Römischen Reiches, das nun an allen Grenzen von unterschiedlichen Völkern bedroht war, konnte nicht mehr gehalten werden.

Heiliger Severin
Die Bevölkerung, die sich in verlassene Kastelle zurĂŒckgezogen hatte, lebte durch die umherziehenden Völker in großer Gefahr und Not. Aus dieser Zeit ist die Lebensgeschichte des Heiligen Severin ĂŒberliefert, der eine sehr bedeutende Person war. Severin kam aus Italien und unterstĂŒtzte die arme Bevölkerung so gut er konnte. Er verteilte Olivenöl an die Armen, er warnte sie vor Angriffen und verhandelte furchtlos mit den Feinden. Er brachte die Bevölkerung nach Lauriacum und an andere Orte, wo es Schutz vor feindlichen Angriffen gab.

 

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