Forum OÖ Geschichte

SPÖ – Sozialdemokratische Partei Österreichs


Die SPÖ vertritt einen gemĂ€ĂŸigten, pragmatischen Kurs. Ihr politisches Anliegen war ein Wirtschaftswachstum auf Basis der Verstaatlichung von Wirtschaftsbetrieben, sowie die Verbesserung der Situation der Arbeiter.
Die Stadt Linz, die traditionell sozialdemokratisch ist, erlebte mit den Verstaatlichungsgesetzen von 1946 und 1947 einen besonderen Aufschwung: Linz wurde mit seinen Wirtschaftsbetrieben „die“ Symbolstadt fĂŒr verstaatlichte Industrie und fĂŒr die LeistungsfĂ€higkeit der österreichischen Wirtschaft.

GrĂŒndung der Partei und Ausrufung der Provisorischen Staatsregierung
In Wien war bereits im April 1945, als in anderen BundeslĂ€ndern noch gekĂ€mpft wurde, die „Sozialistische Partei Österreichs“ neu gegrĂŒndet worden. Kurz darauf wurde unter dem Sozialisten Karl Renner die „Provisorische Österreichische Staatsregierung“ ausgerufen, die jedoch anfangs nur durch die sowjetische Besatzungsmacht anerkannt wurde. Diese Provisorische Regierung bestand bis zu den ersten Wahlen im November 1945.

BĂŒrgermeister Ernst Koref
In Linz versuchten als erstes einige Politiker der ehemaligen Sozialdemokratischen Partei wieder an der Tradition vor 1934 anzuknĂŒpfen. Einer von ihnen war Ernst Koref, er bot sich den Amerikanern als BĂŒrgermeister von Linz an. Schon am 7. Mai 1945 wurde er von den Amerikanern tatsĂ€chlich als BĂŒrgermeister ernannt. Die Zusammenarbeit des Sozialdemokraten Koref und des ÖVP-Politikers Gleißners wird heute als das typisch „oberösterreichische Klima“ bezeichnet, welches das Einende ĂŒber das Trennende stellte.

Die Linzer BĂŒrgermeister wurden auch weiterhin immer von der SPÖ gestellt. Von 1988 bis 2013 war Franz Dobusch BĂŒrgermeister und seit 2013 ist Klaus Luger BĂŒrgermeister von Linz.

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