Forum OÖ Geschichte

KPÖ – Kommunistische Partei Österreichs


Die Kommunistische Partei Österreichs wurde 1918 gegrĂŒndet. Sie wurde 1933 verboten, war aber im Untergrund bis 1945 weiterhin tĂ€tig. Sie engagierte sich besonders im Widerstand gegen den Nationalsozialismus 1938 bis 1945. Nach dem Krieg zĂ€hlte sie neben der ÖVP und der SPÖ zu den drei anerkannten politischen Parteien. Ziele der Kommunistischen Partei Österreichs waren die Beseitigung des Nationalsozialismus, die Verstaatlichung und das Recht nach Ruhe, Sicherheit und Arbeit.
Die KPÖ wird zentralistisch gefĂŒhrt; ihr höchstes Forum ist der Parteitag, der das Zentralkomitee wĂ€hlt und aus diesem wiederum wird ein Politisches BĂŒro gewĂ€hlt.

Wahlverluste 1945
Unter dem Schutzmantel der sowjetischen Besatzungsmacht wurde eine StĂ€rkung der Kommunistischen Partei Österreichs erwartet. Überraschenderweise kam es jedoch zu einer Wahlniederlage bei den ersten Wahlen nach dem Krieg im November 1945: Die KPÖ erreichte nur vier Prozent der Stimmen. In Oberösterreich erhielt sie nicht einmal ein einziges Mandat.

Streiks 1950
Im Oktober 1950 kam es ausgehend von den Steyr-Werken und der VÖEST zu einer großen Streikbewegung gegen das vierte Lohn- und Preisabkommen, die sich auf ganz Österreich ausdehnte. Das von der Regierung und Gewerkschaft beschlossene Abkommen sah hohe Preissteigerungen und weitaus niedrigere Lohnerhöhungen vor. Als Protest legten tausende Menschen ihre Arbeit nieder und protestierten auf den Straßen.
Da viele Streikteilnehmer aus sowjetischen USIA-Betrieben kamen, wurde der Streik als ein kommunistischer Putschversuch dargestellt. Heute sind sich Historiker aber im Allgemeinen einig, dass es sich um keinen Putschversuch handelte.

Nach dem Ende der Besatzungszeit verlor die KPÖ weiter an WĂ€hlerstimmen. Seit 1959 ist sie nicht mehr im Nationalrat vertreten.

 

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