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Landeshauptmann Josef Ratzenböck (1977–1995)


Im Jahr 1977 löste Josef Ratzenböck (geboren 1929) seinen VorgÀnger Erwin Wenzl als Landeshauptmann ab.

Einer seiner politischen Schwerpunkte war schon vor seiner AmtsĂŒbernahme als Landeshauptmann die Wohnbauförderung und das Wohnungswesen gewesen, zu dessen grundlegender Neuordnung er beitrug. Ein wichtiges Anliegen war auch ihm der Umweltschutzgedanke und dessen Verbreitung.

In die Amtszeit von Josef Ratzenböck fielen einige große Probleme: Der zweite Erdölschock in den Jahren 1979/1980 und die Krise der verstaatlichten Industrie bedeuteten insbesondere fĂŒr das Industrieland Oberösterreich schwierige Zeiten. Auch die nicht immer einfachen Verhandlungen und die Abstimmung zum Beitritt Österreichs zur EuropĂ€ischen Union fielen in seine Amtszeit.

Das wohl eindrucksvollste Erlebnis war der Fall des Eisernen Vorhangs, der 40 Jahre lang Europa in zwei Teile getrennt hatte. Am 11. Dezember 1989 durchschnitt Landeshauptmann Ratzenböck in einer symbolischen Aktion den Stacheldrahtzaun des „Eisernen Vorhanges“ an der damals tschechoslowakischen Grenze.

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