Forum OÖ Geschichte

Chancen und Probleme der EuropÀischen Integration


Chancen fĂŒr die Wirtschaft
Vor allem fĂŒr die Wirtschaft bietet der osteuropĂ€ische Markt große Chancen. Schon seit mehreren Jahren werden österreichische oder deutsche Firmen in ehemaligen LĂ€ndern des Ostblocks angesiedelt, weil in Ă€rmeren LĂ€ndern eine kostengĂŒnstigere Produktion möglich ist.

Studieren im Ausland
Besondere Förderprogramme (wie Erasmus oder Sokrates) unterstĂŒtzen die MobilitĂ€t junger Menschen und ermöglichen ihnen ein Studium im Ausland. Hunderttausende Studierende nehmen diese Möglichkeit in Anspruch, sie lernen auf diese Weise ein neues Land und eine neue Sprache kennen.

Angst bei den Menschen
Die Abschaffung der Grenzen hat bei vielen Menschen auch Angst ausgelöst. Manche befĂŒrchten, dass durch dieses Abkommen die KriminalitĂ€t innerhalb der EU steigen wird, weil es leichter möglich ist, die Grenze ungehindert zu passieren und Drogen oder Waffen ins Land zu schmuggeln. Andere wiederum haben Angst ihren Arbeitsplatz zu verlieren. Man befĂŒrchtet, dass sehr viele Menschen aus Ă€rmeren europĂ€ischen Staaten nach Österreich kommen, um hier Arbeit zu finden und besser zu verdienen. Übergangsfristen wurden eingefĂŒhrt, um die massenhafte Einwanderung einzuschrĂ€nken.

Probleme: Kraftwerk Temelin
Der einzige Nachbarstaat des ehemaligen „Eisernen Vorhangs“ zu Oberösterreich ist Tschechien. Ein Konfliktpunkt zwischen den Österreich und Tschechien ist das Atomkraftwerk Temelin, das 100 km von Linz entfernt ist. Weil es in den 1980er Jahren nach veralteten sowjetischen Konzepten geplant und gebaut wurde, macht man sich Sorgen um die Sicherheit des Kraftwerks. FĂŒr die Menschen und fĂŒr die Umwelt wĂ€re ein Unfall in dem Kraftwerk eine große Katastrophe. Das Land Oberösterreich betreibt seit Jahren eine „Anti-Temelin-Politik“ und versucht die Behebung der SicherheitsmĂ€ngel sowie lĂ€ngerfristig eine Stilllegung des Atomkraftwerks zu erreichen.

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