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Die Hallstattkultur


Hallstatt entwickelte sich schon sehr frĂŒh zu einem wichtigen Handelszentrum.Vor mehr als 3.000 Jahren, etwa ab 1.400 v. Chr., wurde hier auch begonnen Salz abzubauen. Dieses Salz wurde in viele Gebiete Europas transportiert. Ein wichtiger Salzabbauort wurde Hallstatt jedoch erst in jener Zeit, der es seinen Namen gab: der Hallstattzeit.
In diesem Zeitraum legten die Menschen in der NÀhe des Salzbergwerkes in Hallstatt zahlreiche GrÀber an, in denen die Toten mit besonders reichen Beigaben bestattet wurden.
Mehr als 2.500 Jahre spĂ€ter, im 19. Jahrhundert, stieß der Bergmeister Johann Georg Ramsauer auf zahlreiche GegenstĂ€nde aus der Eisenzeit. Daraufhin begannen umfangreiche Grabungen. Bis heute wurden in Hallstatt rund 4.000 (!) GrĂ€ber aus der Eisenzeit freigelegt. Da nirgendwo sonst in Europa derartig viele GrĂ€ber mit so zahlreichen Funden aus diesem Zeitraum freigelegt wurden, spricht man bei der Zeit zwischen etwa 850 und 500 v. Chr. auch von der Hallstattkultur (auch „Ältere Eisenzeit“ genannt).
Die Hallstattkultur war ĂŒber halb Europa verbreitet und reichte vom Osten Frankreichs bis nach Ungarn und in den Norden Italiens.

Im HallstĂ€tter Salzbergwerk wurden ArbeitsgerĂ€te der Bergleute aus der Bronze- und Eisenzeit (Pickel, Schaufeln, Tragkörbe) sowie Reste von KleidungsstĂŒcken und Schuhen entdeckt. Diese wurden im Salz besonders gut haltbar gemacht (konserviert).

In Oberösterreich stießen ArchĂ€ologinnen und ArchĂ€ologen noch auf zahlreiche andere Funde aus der Eisenzeit. In Mitterkirchen an der Donau legten sie zahlreiche GrĂ€ber mit vielen Beigaben aus der Zeit um 700 v. Chr. frei.

In Mitterkirchen hat man auch eine Siedlung aus dieser Zeit nachgebaut. Dort kannst Du einen lebendigen Eindruck vom Leben der Menschen aus der Älteren Eisenzeit gewinnen.

LINKTIPP: Das Freilichtmuseum Mitterkirchen

 

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