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Die Eisengewinnung


Die Verarbeitung von Eisen war im Raum der heutigen TĂŒrkei schon lĂ€nger bekannt, nach Mitteleuropa gelangte die Eisenverarbeitung um 800 v. Chr.

Die Eisengewinnung verlangte wiederum neues Wissen. Eisen kommt in der Natur nĂ€mlich nicht in reiner Form vor, vielmehr ist es im Gestein, dem Eisenerz, eingelagert, aus dem es zuerst herausgelöst werden muss. Dies geschah nach dem Abbau des erzhaltigen Gesteins in eigenen Öfen aus Lehm, die man abwechselnd mit dem Gestein und Holzkohle befĂŒllte. Anschließend wurde ein Feuer entzĂŒndet. Bei Temperaturen zwischen 300 und cirka 1000°C erfolgt ein Prozess, bei dem sich das Eisen vom Gestein trennt. In den Öfen wurden Öffnungen angebracht, aus denen zuerst die flĂŒssige Schlacke (= nichtmetallische RĂŒckstĂ€nde) herausrann und schließlich die Luppe, also das durch Erhitzung gewonnene Eisen als glĂŒhender Klumpen herausgeholt wurde. Dieses Eisen war noch verunreinigt. Durch mehrmaliges Erhitzen und Bearbeiten mit HĂ€mmern (= Schmieden) wurden die restlichen Verunreinigungen (= Schlacke) aus dem Eisen herausgearbeitet.

In einem Museum wurde mit einem selbstgebauten Lehmofen versucht, selbst Eisen herzustellen. Auf diesem Video könnt ihr euch das genau ansehen!

Youtube-Video: EisenverhĂŒttung

Hersteller: DrZook Production
Lizenz: Standard-YouTube-Lizenz
Youtube: https://www.youtube.com/watch?v=HWada2p1k04

Dieses Video entstand im Zuge der ORF-Langen Nacht der Museen am 5.Oktober 2013 im Freilichtmuseum Elsarn. Darauf wird das Öffnen eines Rennofens zur Eisengewinnung nach germanischem Vorbild gezeigt.

 


Youtube-Video: Wie haben die Römer Eisen gewonnen? | frage-trifft-antwort.de | Planet Schule

Hersteller: ARD
Lizenz: Standard-YouTube-Lizenz
Youtube: https://www.youtube.com/watch?v=nQ7KcviHeQk


Das Video zeigt anschaulich und fachlich korrekt neben erforderlichen handwerklichen TĂ€tigkeiten den Reduktionsprozess bei der EisenverhĂŒttung. 

 


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