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Klösterliches Leben im Mittelalter


Die Hauptaufgabe der Mönche bestand im Gebet, sie waren natĂŒrlich auch fĂŒr die Seelsorge zustĂ€ndig und lasen die Messe. Daneben spielte der Ackerbau eine wichtige Rolle, da von vielen Klöstern aus die Gegend rundherum gerodet und landwirtschaftlich erschlossen wurde (z. B. das Obere MĂŒhlviertel vom Kloster SchlĂ€gl aus).

Die Klöster waren oft auch Grundbesitzer und die Menschen aus der Umgebung mussten den Mönchen Abgaben leisten. Doch die Mönche waren auch sozial tĂ€tig: Sie beherbergten Reisende und Pilger, pflegten Kranke und kĂŒmmerten sich um BedĂŒrftige.

Die Mönche gingen vielen TĂ€tigkeiten nach: Sie arbeiteten auf dem Feld, im Klostergarten oder in der KĂŒche und verrichteten bestimmte handwerkliche Arbeiten. Manche arbeiteten in der Schreibstube, in der Bibliothek oder unterrichteten die Novizen, das sind jene jungen MĂ€nner, die Mönche werden möchten. Aber auch Kinder aus der Umgebung konnten im Kloster Unterricht erhalten.
Besonders gefeiert werden in den Klöstern natĂŒrlich bis heute die kirchlichen Feste, wobei Ostern das höchste Fest im Jahreskreis ist. Der Weihnachtstag wurde im Mittelalter dagegen kaum begangen, vielmehr feierten die Menschen erst zum Fest der Heiligen Drei Könige (6. JĂ€nner).

Streng geregelt war der klösterliche Tagesablauf. Acht Andachten gliederten den Tag, zu den Gebetszeiten mussten alle Mönche anwesend sein. Die erste Andacht wurde bereits um zwei Uhr frĂŒh und die letzte nach dem Abendessen gehalten. Die Gebete wurden meist gesungen, daher sind frĂŒhe Notenaufzeichnungen meistens auch in klösterlichen Handschriften zu finden.
In den Klosterkirchen begegnet man immer wieder besonders schönen Kunstwerken aus dem Mittelalter, wurden doch die Kirchen immer sehr kunstvoll  ausgestattet. Besonders zu erwĂ€hnen sind in Oberösterreich die Freskenmalereien (Fresken = Malereien, die auf den feuchten Putz aufgetragen werden) aus dem 11. Jahrhundert im Stift Lambach.

 

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