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Zivilverwaltung Mühlviertel


Sonderregelung im Mühlviertel
Für das Mühlviertel, das aufgrund der Besetzung durch die Sowjets vom restlichen Oberösterreich abgetrennt war, wurde rasch eine eigene Verwaltung geschaffen: die Zivilverwaltung Mühlviertel. Durch diese Verwaltung sollte die Verbindung zum amerikanisch besetzten Teil Oberösterreichs aufrechterhalten bleiben. Leiter der Zivilverwaltung Mühlviertel war Johann Blöchl, ein Bauer aus Lasberg, der sich sehr für die Mühlviertler Bevölkerung einsetzte und immer wieder mit den sowjetischen Offizieren verhandelte. Er hielt auch den Kontakt zum südlichen Oberösterreich aufrecht.
Eigentlich sollte die Zivilverwaltung Mühlviertel nur als Übergang bis zu den ersten Wahlen bestehen. Sie blieb aber bis zum Ende der 10-jährigen Besatzungszeit im Amt.

Militärkommandanturen
In den größeren Orten des Mühlviertels wurden von den Sowjets Militärkommandanturen errichtet, von wo aus das Mühlviertel verwaltet und die Kontrolle über Bezirke, Städte und Gemeinden ausgeübt wurde.

 

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