Forum OÖ Geschichte

Überbevölkerung


Hunderttausende Menschen in Oberösterreich
Zu den vielen FlĂŒchtlingen kamen außerdem noch die Soldaten hinzu, die auf beiden Seiten des Krieges gekĂ€mpft hatten: Amerikanische und russische Soldaten und auch Soldaten der Deutschen Wehrmacht, von denen nun viele in Kriegsgefangenschaft gehen mussten.
Hunderttausende Menschen aus verschiedenen LĂ€ndern und mit unterschiedlichen Sprachen befanden sich in Oberösterreich und alle mussten untergebracht und versorgt werden. Jene, die die deutsche Sprache nicht beherrschten, wurden von den amerikanischen Besatzungssoldaten als „Displaced Persons“ oder kurz „DP’s“ bezeichnet.


"Displaced Person"

Der amerikanische Ausdruck "Displaced Person" bedeutet „landfremde, nicht deutschsprachige Person“.

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Der amerikanische Ausdruck "Displaced Person" bedeutet „landfremde, nicht deutschsprachige Person“.
Das waren Personen, die wĂ€hrend des Krieges aus ihrer Heimat vertrieben worden waren und nach dem Krieg in den besetzten Gebieten festsaßen.

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FlĂŒchtlingsbetreuung
Die BewĂ€ltigung der Menschenmassen in Oberösterreich brauchte eine organisierte Betreuung. Eine der ersten Aufgaben der amerikanischen Besatzungsmacht war die Erfassung der Menschen, die Zuweisung von UnterkĂŒnften und Versorgung mit Lebensmitteln und Kleidung. FĂŒr jene, die in ihre Heimat zurĂŒckkehren wollten, war die Heimreise in ihre HeimatlĂ€nder zu organisieren. Andere wĂŒnschten sich eine Auswanderung in andere LĂ€nder oder wollten in Österreich bleiben.

Unterbringung
Da eine Heimreise nicht fĂŒr alle rasch möglich war, mussten in der Zwischenzeit die Menschen mit einer Unterkunft versorgt werden. Einige versuchten es am Land – sie boten Bauern ihre Mitarbeit gegen Verpflegung und Schlafplatz an. Andere wohnten in Kasernen, GasthĂ€usern, Schulen und anderen öffentlichen GebĂ€uden oder quartierten sich bei Bekannten ein. In allen nur erdenklichen RĂ€umen, die sich nur irgendwie zum Wohnen eigneten, wurden Menschen untergebracht. FĂŒr jene, die sonst nirgends unterkamen, wurden an den StadtrĂ€ndern Barackensiedlungen errichtet. Das grĂ¶ĂŸte oberösterreichische Barackenlager, die „Wohnsiedlung 121“, befand sich in Haid bei Ansfelden und beherbergte an die 5000 Personen.

 

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