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Transport und Verkehr

Tiere als Helfer

Lange Zeit standen als "Helfer" fĂŒr den Transport von GĂŒtern nur Zugtiere wie Ochsen, Pferde oder Esel zur VerfĂŒgung. Sie nahmen den Menschen die grĂ¶ĂŸten Lasten ab und waren auch fĂŒr die MobilitĂ€t der Menschen von großer Bedeutung. Mit Kutschen oder den ersten Pferdeeisenbahnen konnte man bereits lĂ€ngere Strecken relativ bequem reisen. Diese Möglichkeit zu Reisen war jedoch nur wohlhabenden Leuten vorbehalten. Eine weitere Erleichterung im Transport- und Reiseverkehr stellte sich mit der Erfindung von Dampfmaschinen (Anfang des 19. Jahrhunderts) und bald darauf den Dampflokomotiven (Mitte des 19. Jahrhunderts) ein sowie durch den groß angelegten Ausbau des Eisenbahn-Schienennetzes. Eisenbahnen sind bis heute noch sehr wichtige Transportmittel fĂŒr GĂŒter und Personen.

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Hast du gewusst, dass frĂŒher auch hĂ€ufig Hunde als Zugtiere eingesetzt wurden?

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Hast du gewusst, dass frĂŒher auch hĂ€ufig Hunde als Zugtiere eingesetzt wurden?
Zum Verkauf ihrer Produkte - wie zum Beispiel Milch, Eier, Brot, GemĂŒse oder WĂŒrste - fuhren viele BĂ€uerinnen auf den Markt. Es war durchaus ĂŒblich, fĂŒr den Transport der Waren Hunde vor kleine Wagen einzuspannen. Somit erhielten die Marktgeherinnen UnterstĂŒtzung und mussten sich selbst nicht so anstrengen.

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Transport von Holz

Holz als Heiz- oder als Baumaterial ist frĂŒher wie heute ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor. Zwischen dem FĂ€llen des Baumes bis zum Transport zum Ort wo das Holz gebraucht oder weiterverarbeitet wird, liegen viele Arbeitsschritte, die nicht ungefĂ€hrlich sind. Immer wieder passieren auch heute noch beim FĂ€llen von BĂ€umen oder beim Verladen des Holzes schwere UnfĂ€lle. FĂŒr den Transport von großen Holzmengen wurden in manchen Gegenden wurden sogar eigene KanĂ€le gebaut, um das Holz ĂŒber weite Strecken mit Hilfe des Wassers zu transportieren. Zum Verladen des Holzes setzt man nur mehr spezielle GerĂ€te ein und fĂŒr Holztransporte werden eigentlich nur mehr Lastkraftwagen und GĂŒterzĂŒge verwendet.

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Ein bekanntes Beispiel fĂŒr die Holzschwemme aus Oberösterreich ist der Schwarzenber'sche Schwemmkanal, der im 18. Jahrhundert angelegt wurde.

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Ein bekanntes Beispiel fĂŒr die Holzschwemme aus Oberösterreich ist der Schwarzenber'sche Schwemmkanal, der im 18. Jahrhundert angelegt wurde. Es sollten damit die FlĂŒsse Moldau und Donau verbunden werden und ein Transport von Holz auf dem Wasser möglich werden. Ziel war es, große Holzmengen aus dem Böhmerwald bis nach Wien zu transportieren, weil dort dringend Feuerholz benötigt wurde. Ein Teilabschnitt des Kanals verlief auch durch das heutige Oberösterreich. Insgesamt erreichte der Kanal eine stattliche LĂ€nge von ĂŒber 50 Kilometern.
Durch den Ausbau der Eisenbahnverbindungen verlor die Holzschwemme zunehmend an Bedeutung und zu Beginn des 20. Jahrhunderts war die Zeit der Großen Holzschwemme vorbei, wobei Teilabschnitte des Kanals noch bis in die 1960er genutzt wurden.

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Erfindung von Kraftfahrzeugen

Durch die Erfindung des Benzinmotors zum Ende des 19. Jahrhunderts und der darauf folgenden Entwicklung von Kraftfahrzeugen wie Automobilen und spĂ€ter Traktoren kam es in allen Lebensbereichen, besonders aber auch in der Landwirtschaft zu einer tatsĂ€chlichen Revolution und zu großen VerĂ€nderungen. Ab etwa Mitte des 20. Jahrhunderts wurden Autos und Traktoren nach und nach fĂŒr alle Menschen leistbar, sodass sie bald auf jedem Hof eingesetzt wurden und große Erleichterungen und viel Zeitersparnis mit sich brachten. Dies bedeutete aber auch, dass die Arbeitskraft von zusĂ€tzlichen Helfern wie Knechten oder MĂ€gden, die frĂŒher auch auf den Bauernhöfen arbeiteten und lebten, bald nicht mehr benötigt wurde. Viele Menschen zogen daher in die StĂ€dte um, wo es bessere Arbeitsmöglichkeiten gab.

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Weisst du eigentlich, was die AbkĂŒrzung "PS" bedeutet? Obwohl der Begriff eigentlich schon veraltet ist, verwendet man den Ausdruck "PS" auch heute noch, um...

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Weisst du eigentlich, was die AbkĂŒrzung "PS" bedeutet? Obwohl der Begriff eigentlich schon veraltet ist, verwendet man den Ausdruck "PS" auch heute noch, um die Leistung eines Fahrzeuges oder einer Maschine anzugeben - je mehr PS ein Auto hat, desto schneller kann es beschleunigen. PS war die ursprĂŒngliche Bezeichnung fĂŒr Pferde-StĂ€rke und sollte die durchschnittliche Leistung angeben, die ein Pferd zum Beispiel beim Antrieb einer MĂŒhle oder beim Ziehen eines Pfluges erreichen konnte. Wenn ein Traktor nun 15 PS hatte, so konnte er die Kraft von 15 Pferden aufwenden. Moderne Traktoren haben 400 PS und mehr. Das ist schon ziemlich beeindruckend, oder?

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Text: Elisabeth Kreuzwieser

 


Im MĂŒhlviertler Schlossmuseum Freistadt wurde von Anfang Dezember 2015 bis Ende JĂ€nner 2016 zum Thema "Arbeit im Wandel der Zeit" eine Fotoausstellung von Josef Danninger gezeigt.

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