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Arbeit im Wandel der Zeit


Falls du noch eine Oma oder einen Opa hast oder andere Ă€ltere Menschen kennst, so haben diese vielleicht schon öfter erwĂ€hnt, dass „frĂŒher alles anders war“. Kannst du dir vorstellen, dass es damals sehr viele Dinge nicht gab, die fĂŒr uns heute selbstverstĂ€ndlich sind und die uns heute das Leben einfacher machen, wie zum Beispiel Telefon, Internet, elektrischen Strom, aber auch eine Zentralheizung, Autos, LastwĂ€gen oder Traktoren? Frag mal Deine Großeltern, sie können sicher spannende Geschichten und Erlebnisse von frĂŒher erzĂ€hlen.

Die Generation deiner Eltern oder Großeltern erlebt das, was fĂŒr dich ganz normal ist, weil du selbstverstĂ€ndlich damit aufwĂ€chst, als einen starken Wandel, der sich in den letzten 50 bis 100 Jahren vollzogen hat. Ganz besonders merkt man die VerĂ€nderung im Bereich der Kommunikation und der Information, aber auch bei der MobilitĂ€t - und eigentlich in allen Lebensbereichen. Wenn man heute zu einem Thema etwas wissen möchte, so hat man diese Informationen mit Computer oder Handy innerhalb von wenigen Minuten problemlos recherchiert. FrĂŒher gab es diese Möglichkeiten nicht. Auch Deine Eltern haben Ihre Kindheit noch ohne Handy und Computer verbracht. Als Deine Großeltern jung waren, besaßen die meisten Familien nicht einmal ein Festnetztelefon. Man konnte anfangs nur am Postamt telefonieren, etwas spĂ€ter - in den 1950er und 1960er Jahren - gab es dann auch TelefonanschlĂŒsse und erste Fernseher (in Schwarz-Weiß natĂŒrlich) in GasthĂ€usern – diese benutzte man aber nur fĂŒr wichtige GesprĂ€che. Ich bin in den 1970er Jahren aufgewachsen und ich erinnere mich noch, dass zu uns manchmal Nachbarn zum Telefonieren gekommen sind, die selbst noch kein eigenes Telefon besaßen.

Auch im Bereich der Arbeit hat sich vieles verĂ€ndert – viele der Maschinen, die heute Produkte computergesteuert und fast ohne menschliche Arbeitskraft herstellen, oder all die verschiedenen Fahrzeuge wie Autos, Traktoren, LastwĂ€gen, MotorrĂ€der gab es damals noch nicht oder nur sehr in geringer Anzahl. Arbeit - besonders am Land - erfolgte vorwiegend durch Menschenhand und nur mithilfe einfacher GerĂ€te und man benötigte dazu meistens sehr viele Arbeiter. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts lebten und arbeiteten noch wesentlich mehr Menschen auf dem Land als heute. Mit der zunehmenden Mechanisierung in der Landwirtschaft wanderten immer mehr Menschen in die StĂ€dte ab, weil sie dort leichter eine Arbeit fanden.

Den MĂŒhlviertler Heimatforscher und Fotograf Josef Danninger hat sich lange Zeit mit diesem Thema beschĂ€ftigt und er hatte die Idee, dass es einmal spannend wĂ€re, anhand von alten und neuen Fotografien zu vergleichen, wie sich die Arbeit im Laufe der letzten 100 Jahre verĂ€ndert hat. Er gestaltete dazu im MĂŒhlviertler Schlossmuseum in Freistadt eine Ausstellung, bei der er Fotos aus Ă€lteren Zeiten und aktuelle Fotos von derselben TĂ€tigkeit gegenĂŒbergestellt hat. Wir möchten Euch hier einige dieser Bilder und Themen vorstellen, damit ihr einen Einblick in diese vergangene Zeit bekommt, wo vieles ganz anders war als heute.

Wenn du das Thema spannend findest, dann kannst du ĂŒbrigens unter diesem Link noch alle anderen Bilder anschauen, die in der Ausstellung zu sehen waren.

 

Text: Elisabeth Kreuzwieser

 


Im MĂŒhlviertler Schlossmuseum Freistadt wurde von Anfang Dezember 2015 bis Ende JĂ€nner 2016 zum Thema "Arbeit im Wandel der Zeit" eine Fotoausstellung von Josef Danninger gezeigt.

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