Forum OÖ Geschichte

Mahnmal Eiserner Vorhang - Tafel "Leben an der 'toten' Grenze"


Die Bewohner der GrenzrĂ€ume mussten empfindliche wirtschaftliche Nachteile in Kauf nehmen. Viel stĂ€rker noch war das psychische Unbehagen. Man wusste, dass es fĂŒr jedermann gefĂ€hrlich war, diese Grenze auch nur geringfĂŒgig oder unabsichtlich zu ĂŒbertreten. Die Festnahme durch die Grenzorgane, eine schikanöse ÜberprĂŒfung und eine manchmal tagelange Einvernahme durch die kommunistischen Behörden waren die Folge.

„Wer zu spĂ€t kommt, den bestraft das Leben.“

Michail Gorbatschow,
Berlin, 7. Oktober 1989

Immer wieder kam es gegen die kommunistischen Regierungen zu AufstĂ€nden, die, wie der Volksaufstand in Ungarn 1956 und der „Prager FrĂŒhling“ im Jahr 1968, gewaltsam unterdrĂŒckt wurden und jeweils große FlĂŒchtlingsströme zur Folge hatten.

Viele Menschen, die den Eisernen Vorhang auf der Flucht vor den VerhĂ€ltnissen in ihren sozialistischen HeimatlĂ€ndern und in der Hoffnung auf Freiheit und Demokratie zu ĂŒberwinden ersuchten, mussten dafĂŒr mit ihrem Leben bezahlen.


Online-Dokumentation des im Jahr 1999 vom Verein Mahnmal Eiserner Vorhang initierten Denkmals an der tschechisch-österreichischen Staatsgrenze in Guglwald | © Verein Mahnmal Eiserner Vorhang

 

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