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Marchtrenk 1900-1938. Ein kleines Dorf in schwerer Zeit


Die verschwundene "Schwarze Stadt"

Was blieb von der verschwundenen Stadt mit 35.000 Einwohnern?

Die Auswirkungen des I. Weltkriegs waren in Oberösterreich – obwohl selbst nie Kriegsgebiet – durch die zahlreichen Kriegsgefangenenlager, die Lazarette, wie auch durch die Vielzahl an Kriegsversehrten fĂŒr die Bevölkerung deutlich sichtbar. Auch der Mangel an Lebensmitteln und Brennstoff machte sich rasch bemerkbar.

Die k. u. k. Armee hielt rund 1,2 Millionen Kriegsgefangene in ihren Lagern fest. In Oberösterreich kamen auf eine Bevölkerung von rund 850.000 Einwohnern 250.000 Kriegsgefangene, die rasch untergebracht und ernÀhrt werden mussten.

Das Lager in Marchtrenk wurde im Dezember 1914 begonnen und wuchs es sehr rasch zu einer riesigen Stadt heran. Im Mai 1915 waren zuhöchst ungefĂ€hr 35.000 Kriegsgefangene interniert. Es war eine Barackenstadt, die wegen der schwarzen PappdĂ€cher die Bezeichnung die „Schwarze Stadt“ erhielt. Nach Kriegsende wurden die Baracken und die Inneneinrichtung derselben – soweit nicht vorher gestohlen - rasch verkauft, sodass bis zu einem geringen Teil des sogenannten „Zerstreuungslagers“ Anfang 1920 fast nichts mehr vorhanden war.

 

Was blieb von der "Schwarzen Stadt"?

Wir stellen uns die Frage, was ist von dieser Stadt heute – nach 100 Jahren – an GebĂ€uden, Infrastruktur, an Bildern, an GegenstĂ€nden, etc. noch vorhanden – beziehungsweise uns bekannt? Die hier zu sehenden Bilder sprechen fĂŒr sich und bedĂŒrfen keiner lĂ€ngeren ErklĂ€rung. Es ist dies der erste Versuch Reste einer „verschwundenen“ Stadt zu erfassen. Helfen Sie uns die Erinnerung an die „Schwarze Stadt“ zu bewahren. Danke!

 


Die verschwundene "schwarze Stadt"


Kunst und Kunsthandwerk aus der verschwundenen "Schwarzen Stadt"


"Marchtrenk 1900-1938. Ein kleines Dorf in schwerer Zeit" - Dokumentation einer Ausstellung des Museumsvereins Marchtrenk - Welser Heide vom 20. bis 28. Oktober 2018 im Full Haus Marchtrenk.

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