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Das Jahr 1918 – Begrenzen: Zwei neue Staaten, eine Grenze


Endlich schweigen die Waffen

Obwohl die Truppenbewegungen in Europa noch nicht abgeschlossen sind, kommt es am 3.November 1918 zur Unterzeichnung eines Waffenstillstandes zwischen Österreich-Ungarn und der Entente in der Villa Giusti bei Padua.

Die wichtigsten Vereinbarungen sind:

  • Sofortige Einstellung der Feindseligkeiten und die Räumung Tirols bis zum Brenner, ebenso des Pustertales, des Tarviser Beckens, des Isonzogebietes usw.
  • Abzug der deutschen Einheiten, Heimführung der alliierten Kriegsgefangenen, Abrüstung der Armee.

Das österreichische Armeekommando befiehlt die Einstellung der Kämpfe für den 3. November um 1 Uhr 20, Italien besteht auf dem 4. November, 15 Uhr. Dadurch geraten 350.000 österreichische Soldaten in italienische Gefangenschaft. Der österreichische Protest wird von den Siegermächten kaum beachtet!

Der Waffenstillstand zwischen Deutschland und der Entente wird am 11. November 1918 im Wald von Compiègne bei Paris abgeschlossen.

Eine traurige Bilanz!
49 Monate dauerte der erste Weltkrieg der Geschichte, über 10 Millionen Soldaten verloren ihr Leben. Österreich-Ungarn beklagte nach amtlichen Angaben 1,2 Millionen Tote und über 2 Millionen Verwundete, Gefangene und Vermisste.
Das Kronland Oberösterreich trauerte um 23.000 Gefallene, in der Heimat starben viele Menschen an den Folgen des Hungers.

Die Heimkehr
Am 7. November 1918 erfolgt der offizielle Demobilmachungsbefehl der provisorischen Regierung.


Dokumentation der Sonderausstellung "Das Jahr 1918 – Begrenzen: Zwei neue Staaten, eine Grenze" vom 14. April bis 27. Mai 2018 im Mühlviertler Schlossmuseum Freistadt.

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