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PalÀolithische Kunst


PalĂ€olithische Kunst kennen wir in Form von Höhlenmalereien (Frankreich, Spanien) ebenso wie als plastische Kunst. Letztere hat ihr herausragendstes Beispiel in Österreich hinterlassen: die so genannte Venus von Willendorf, gefunden im Jahr 1908 in der Wachau, heute in der PrĂ€historischen Abteilung des Naturhistorischen Museums in Wien ausgestellt.
Die aus Kalkstein bestehende Figur ist 11 cm groß und stellt eine nackte Frau dar, deren FĂŒĂŸe nicht gestaltet wurden, ebenso wenig wie ihr Gesicht. Erkennbar ist eine aus parallelen Lockenreihen bestehende Frisur.

Wir wissen zu wenig ĂŒber die Vorstellungswelt der palĂ€olithischen Menschen um beurteilen zu können, was vor 25.000 Jahren hinter der sorgfĂ€ltigen Erschaffung und Verwendung dieser kleinen Figur stand – doch was uns entgegentritt ist der Mensch an sich, der sich von uns Heutigen weniger unterschied, als wir oft annehmen mögen.

Autorin: Jutta Leskovar, 2006

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