Forum OÖ Geschichte

PalÀolithikum (Altsteinzeit)


bis ca. 8000 v. Chr.
Das PalĂ€olithikum (von griech. palaeo, alt, lithos, Stein) ist nur schwer vergleichbar mit den darauf folgenden urgeschichtlichen Abschnitten, wie Neolithikum (Jungsteinzeit), Bronzezeit und Eisenzeit. Die aneignende Lebensweise des PalĂ€olithikums – mit den Schlagworten „jagen“, „sammeln“ und „nomadisierend“ umschreibbar – unterscheidet sich von der sich ab dem Neolithikum etablierenden Sesshaftigkeit und Landwirtschaft ganz maßgeblich.

Trotzdem gibt es auch Ähnlichkeiten: Der Mensch an sich war der gleiche – der Homo sapiens sapiens. Allerdings nur, was den jĂŒngeren Teil dieser Epoche, das JungpalĂ€olithikum, angeht.

Weit zurĂŒckliegende und sehr lange dauernde ZeitrĂ€ume machen das Wesen der Altsteinzeit ebenso aus wie zyklisch auftretende weitreichende klimatische VerĂ€nderungen. Schlechte Erhaltungsbedingungen fĂŒhrten zu zahlenmĂ€ĂŸig geringen archĂ€ologischen Hinterlassenschaften, vor allem wenn ein Vergleich angestellt wird mit der Menge an Funden, die fĂŒr jĂŒngere urgeschichtliche Epochen zur VerfĂŒgung stehen.

Das bedeutet fĂŒr die archĂ€ologische Forschung etwas Wissen ĂŒber die Art der verwendeten Steinwerkzeuge, durch Knochenfunde Hinweise auf gejagtes Wild, Wissen um die klimatischen Bedingungen der einzelnen Abschnitte des PalĂ€olithikums – jedoch sehr wenig Möglichkeiten, daraus Informationen abzuleiten ĂŒber die Glaubensvorstellungen, das gesellschaftliche GefĂŒge, GeschlechterverhĂ€ltnisse usw.

Autorin: Jutta Leskovar

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