Forum OÖ Geschichte

Einleitung – Kostbares aus GrĂ€bern. Handel und MobilitĂ€t im hallstattzeitlichen Mitterkirchen


Eine Ausstellung im Urgeschichtlichen Freilichtmuseum Keltendorf Mitterkirchen vom 4. Mai bis 31. Oktober 2008

Die Entdeckung des GrĂ€berfeldes von Mitterkirchen (polit. Bezirk Perg) im Jahre 1981 kam einer großen archĂ€ologischen Sensation gleich. Das Machland wurde bis dato als Schwemmland angesehen und niemand vermutete, dass dort urzeitliche Siedlungen bestanden haben. Die wissenschaftliche Erforschung des hallstattzeitlichen GrĂ€berfeldes von Mitterkirchen-Lehen belegte allerdings eine bereits zur Steinzeit bestehende Besiedlung des Gebiets an der Donau. Zehn Jahre, von 1981 bis 1990, arbeiteten ArchĂ€ologinnen und ArchĂ€ologen in Mitterkirchen und brachten Erstaunliches zutage. So wurden im Zuge der Grabungen mehr als 900 Grabbeigaben aus 80 GrĂ€bern freigelegt: qualitativ hochstehende, reich verzierte Keramik, hervorragend gearbeitete SchmuckgegenstĂ€nde und Waffen. Sogar Pferdegeschirre und Wagen konnten geborgen werden. 

Ein Teil dieser ĂŒberaus bedeutenden Funde wurde in der Sonderausstellung „Kostbares aus GrĂ€bern. Handel und MobilitĂ€t im hallstattzeitlichen Mitterkirchen“ im rekonstruierten GrabhĂŒgel des urgeschichtlichen Freilichtmuseums Mitterkirchen gezeigt. Die prĂ€sentierten rund 2700 Jahre alten Funde sind also – erstmals – fĂŒr kurze Zeit wieder an ihren Fundort zurĂŒckgekehrt und gaben dort ein lebendiges Bild von den weitreichenden Handelsverbindungen der Menschen in der so genannten Hallstattzeit.

Ab 2008 wird alle zwei Jahre im Rahmen einer Sonderausstellung ein Teil der archĂ€ologischen Originalfunde im Freilichtmuseum Mitterkirchen prĂ€sentiert. Auf diese Weise werden verschiedene Aspekte hallstattzeitlicher Kultur anhand wertvoller Funde in den Blickpunkt gerĂŒckt.


Kostbares aus GrÀbern. Handel und MobilitÀt im hallstattzeitlichen Mitterkirchen. Dokumentation einer Ausstellung im Freilichtmuseum Keltendorf Mitterkirchen vom 4. Mai bis 31. Oktober 2008.

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