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Bernstein – weiches Gold des Nordens


Wertvoller Import
Der in einer breiten Farbpalette von gelb über orange bis dunkelrot schimmernde Bernstein ist ein fossiles Baumharz und seit Jahrtausenden beliebtes Schmuckmaterial in zahlreichen europäischen Kulturen. In keiner Zeit jedoch erlangte er eine solche Bedeutung wie in der Hallstattzeit. Daran änderte auch die Tatsache nichts, dass Bernstein gar nicht in Mitteleuropa vorkommt, sondern damals wie heute importiert werden muss.

Mit großer Wahrscheinlichkeit stammt der überwiegende Großteil des hallstattzeitlichen Bernsteins von der Ostsee. Es gibt aber auch Lagerstätten in Oberitalien, die eventuell für den Abbau genutzt wurden. Naturwissenschaftliche Untersuchungen zur Klärung der Herkunftsfrage liefern nicht immer eindeutige Ergebnisse und sind vor allem nicht immer zerstörungsfrei. Insofern lässt sich nicht für jedes einzelne Stück zweifelsfrei die Herkunft bestimmen.

Schmuckherstellung
Offensichtlich wurde in der Hallstattzeit nur das Rohmaterial, aber kein fertiger Schmuck importiert. Dieser wurde erst hier angefertigt, und zwar je nach dem Geschmack der Zeit. Beliebt waren einfache Perlen in verschiedenen Größen sowie flache gelochte Scheiben, die sich am besten als „Donuts“ beschreibe
Aus den Gräbern von Mitterkirchen stammen zahlreiche kleine Bernsteinperlen.


Autorin: Jutta Leskovar, 2008


Kostbares aus Gräbern. Handel und Mobilität im hallstattzeitlichen Mitterkirchen. Dokumentation einer Ausstellung im Freilichtmuseum Keltendorf Mitterkirchen vom 4. Mai bis 31. Oktober 2008.

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