Forum O√Ė Geschichte

Latènezeitliche Fundorte in Oberösterreich


In Ober√∂sterreich sind nur wenige Gr√§ber und keine Siedlung aus der Zeit der Fr√ľhlat√®nekultur bekannt.
An spätlatènezeitlichem Fundmaterial kennen wir zwei befestigte Höhensiedlungen: Am Linzer Freinberg konnten neben urnenfelderzeitlichen (spätbronzezeitliche) auch spätlatènezeitliche Befestigungsphasen festgestellt werden.

Ber√ľhmt wurden die zeitgleichen Depots aus dem S√ľdwall des Gr√ľndbergs. Gro√üe Mengen von Werkzeugen und Ger√§tebruchst√ľcken boten nicht nur die M√∂glichkeit, zahlreiche metallurgische Untersuchungen anzustellen, sondern dehnten die Diskussion um die Interpretation von Depotfunden chronologisch einmal mehr auf die j√ľngere Eisenzeit aus. Die Lage des Gr√ľndberges am Ausgang des Haselgrabens ins Donautal ist ausgesprochen verkehrsg√ľnstig am Weg nach B√∂hmen gelegen, doch erst Untersuchungen der Innenbebauung des Gr√ľndberges k√∂nnten n√§heren Aufschluss √ľber die ehemalige Bedeutung dieser Siedlung erbringen.

Neben diesen ist s√ľdlich von Linz im Raum H√∂rsching/Neubau (Welser Heide) eine Flachlandsiedlung bekannt, die durch Schotterabbau zwar bereits fast vollst√§ndig zerst√∂rt ist, trotzdem aber durch reiches Keramik- und M√ľnzmaterial auff√§llt. J√ľngste punktuelle Grabungen des Bundesdenkmalamtes anl√§sslich eines Stra√üenbauprojektes best√§tigen die gro√üe Bedeutung dieses immer noch nicht fl√§chendeckend arch√§ologisch untersuchten Fundortes.
Als besonderes Fundobjekt ist eine etruskische Schnabelkanne aus Sunzing/Mining am Inn zu nennen.

Autorin: Jutta Leskovar, 2006

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