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Die Eisenmetallurgie


Obwohl bereits am Beginn des 2. vorchristlichen Jahrtausends in althethitischen Texten die Eisenverarbeitung erwähnt wird, gewann das neue Metall erst am Ende des 2. Jahrtausends v. Chr. im anatolischen Raum, und um 800 v. Chr. in Mitteleuropa größere Bedeutung.
Eisen kommt im Unterschied zu Kupfer so gut wie nie in gediegener, reiner Form vor, sondern muss nach dem Abbau seiner Erze durch Verhüttungsprozesse erst gewonnen werden, wobei Schlacke als Abfallprodukt anfällt. Neben den Eisenobjekten selbst bietet vor allem diese Schlacke die Möglichkeit, prähistorische metallurgische Techniken zu rekonstruieren.
Das durch die Verhüttung gewonnene Eisen musste durch mehrmaliges Erhitzen und Ausschmieden von Verunreinigungen befreit werden und konnte anschließend in die gewünschte Form geschmiedet werden. Die so hergestellten Waffen und Werkzeuge zeichneten sich gegenüber den älteren Bronzegegenständen durch größere Härte aus.

Autorin: Jutta Leskovar, 2006

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