Forum OÖ Geschichte

Bronzegewinnung und -verarbeitung


Bronze ist eine Legierung mit Hauptbestandteil Kupfer und jeweils unterschiedlichen Legierungselementen wie Zinn oder Zink. In der archäologischen Fachliteratur wird der Begriff Bronze für die Zinnbronze verwendet, die in der Urgeschichte am häufigsten verwendet wurde. Durch das Legieren von Kupfer mit Zinn wurden die Eigenschaften des Kupfers verbessert – es wurde härter und leichter schmiedbar.

Zinn kommt in der Natur nicht metallisch vor. Zinn musste durch Verhüttung aus Zinnerz gewonnen werden, ebenso wie Kupfer durch den gleichen Vorgang aus Kupfererz gewonnen wurde. Zinnerz und Kupfererz konnten gemeinsam verhüttet werden, wodurch Bronze entstand.

Die Verhüttung von Zinn und Kupfer war aber auch getrennt möglich. Anschließend wurden die beiden Metalle zusammengeschmolzen und somit ebenfalls Bronze gewonnen.

Die Bronze wurde unter Anwendung unterschiedlicher Verfahren in ihre jeweilige Form gegossen – Nadel, Beil, Schwert usw. Je nach verwendeter Technik konnten die aus unterschiedlichen Materialien hergestellten Formen nur einmal oder öfters verwendet werden. Die gegossenen Gegenstände wurden durch Schmieden teilweise noch weiter gehärtet und beispielsweise durch unterschiedliche Techniken, wie ziselieren, treiben, punzieren oder gravieren, verziert.
Bronze hat an sich einen rötlichgoldenen Farbton, erhält aber nach oft jahrhundertlangem Verbleib in Wasser oder Erde die typische grüne Patina.

Autorin: Jutta Leskovar, 2006

© 2018