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Auf den Spuren der frühen Mühlviertler. Zwei eiszeitliche Jägerstationen in Perg/Weinzierl


STEINBEARBEITUNG

Die Menschen der Eiszeit besitzen noch keine Kenntnis von Metallen. Deshalb müssen sie alle Gerätschaften, die zum Schneiden, Schaben, Hobeln und dergleichen dienen, aus einem anderen Rohstoff, dem Feuerstein, herstellen. Hierzu werden mit Schlägeln aus Stein oder Geweih die aufgesammelten Feuerstein-Rohstücke zugerichtet.

Der Feuerstein ist sehr hart und spröde. Seine Bruchkanten sind von Natur aus extrem scharf. Die Sprödheit des Gesteins ermöglicht eine relativ einfache Bearbeitung mit weicheren Steinen und Werkzeugen aus Geweih, Knochen und Holz.

Anschließend werden in standardisierter Art und Weise große und kleine Feuersteinklingen abgeschlagen. Diese Klingen werden entweder direkt verwendet oder zu Spezialwerkzeugen wie beispielsweise Kratzern umgearbeitet. Zur besseren Handhabung werden viele Steinwerkzeuge in Holz-, Knochen- oder Geweihgriffe eingesetzt (geschäftet).

 


Autoren: Helmut Ardelt und Franz Moser, 2018 (auf Basis der angeführten Literatur und Quellen)
 


Auf den Spuren der frühen Mühlviertler. Zwei eiszeitliche Jägerstationen in Perg/Weinzierl. Dokumentation der Sonderausstellung im Heimathaus-Stadtmuseum Perg vom 28. April bis 28. Oktober 2018.

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