Forum OÖ Geschichte

Auf den Spuren der frühen Mühlviertler. Zwei eiszeitliche Jägerstationen in Perg/Weinzierl


DIE LETZTE EISZEIT (vor 115.000-12.000 Jahren)

Die letzte Eiszeit dauerte von etwa 115.000 – 12.000 vor heute und war von einem Wechsel zwischen kälteren und wärmeren Phasen geprägt. Vor etwa 20.000 Jahren erreichen die Gletscher ihre letzte maximale Ausdehnung. Der Meeresspiegel liegt ca. 120 m tiefer als heute und die durchschnittliche Jahrestemperatur etwa 12 °C unter heutigem Niveau.
In den Alpen füllen mehr als 1.000 Meter mächtige Eisströme die Täler, die ins Vorland dringen und Becken von Seen aushobeln.

Während sich in wärmeren Phasen lichte Baumbestände mit Birken und Kiefern ausbreiten können, ist die Landschaft der Kaltphasen von baumfreiem Grasland geprägt. In diesen weiten Steppen ziehen große Herden von Pflanzenfressern wie Mammute, Wisente oder Rentiere. Sie leben im Sommer in einem Paradies – die schneearmen, trockenen und kalten Winter stellen jedoch einen ökologischen Engpass dar.
 


Autoren: Helmut Ardelt und Franz Moser, 2018 (auf Basis der angeführten Literatur und Quellen)
 


Auf den Spuren der frühen Mühlviertler. Zwei eiszeitliche Jägerstationen in Perg/Weinzierl. Dokumentation der Sonderausstellung im Heimathaus-Stadtmuseum Perg vom 28. April bis 28. Oktober 2018.

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