Forum OÖ Geschichte

GrÀber aus der Zeit der Bajuwaren


Innerhalb des römischen GrÀberfeldes fanden sich auch Bestattungen, die den Bajuwaren (6./7. Jahrhundert n. Chr.) zuzurechnen sind.
Auffallend waren KörpergrĂ€ber, die in einer sehr tiefen Grabgrube lagen und manchmal mit einer Packung aus Konglomeratsteinen an der Oberseite geschĂŒtzt waren. Die Skelette waren exakt west-ost orientiert, d. h. der Kopf lag im Westen und die Arme waren seitlich an den Körper gelegt. Dem Toten wurden ein eisernes einseitiges Schwert – Sax genannt –- an der linken Seite und/oder ein eisernes Messer beigeben. Ein kurzer Sax, der dem Toten mitgegeben worden war, war verbogen und damit absichtlich unbrauchbar gemacht worden. Die drei einschneidigen Schwerter der Grabungen 2004 bis 2006 waren bis zu 80 Zentimeter lang.
Betrachtet man die chronologische Abfolge dieses Schwerttypus, so tauchen Langsaxe in der Merowingerzeit erst relativ spÀt auf, etwa in der Mitte des 7. Jahrhunderts n. Chr. Diese lassen sich bis in die Karolingerzeit beobachten.

Autorin: Renate Miglbauer, 2007


Eine Dokumentation zur Ausstellung "Spurensuche ArchÀologie" im Stadtmuseum Wels - Minoriten vom 4. Mai bis 14. Oktober 2007.

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