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Musik zur Zeit von Reformation und Renaissance in Oberösterreich


Die Zeit der Reformation brachte einen ungeheuren Aufschwung im musikalischen Leben Oberösterreichs. Ein Grund dafür ist der Unterricht in den evangelischen Schulen des Landes, in denen Schulchöre für den Gottesdienst übten und die Kinder auch im Instrumentalspiel und in den musiktheoretischen Grundlagen unterwiesen wurden. Eine besonders herausragende Stellung nahm dabei die evangelische Landschaftsschule in Linz ein.
Man zeigte man sich auch gegenüber der zeitgenössischen Musik aufgeschlossen, die sich durch besondere Qualität auszeichnete. Und auch der Volksgesang fand Eingang in den evangelischen Gottesdienst. In bürgerlichen Kreisen pflegte man zudem die Kunst des Meistergesangs [Dokument: 61 KB]. Gerade die reichen Eisenhändler in Steyr kamen früh mit dem Meistersang in Berühung; in der Stadt bestand eine berühmte Meistersingerschule
Dies alles führte im Land ob der Enns besonders in der Zeit zwischen 1570 und 1600 zu einer musikalisch besonders fruchtbaren Zeit.

Die Musikpflege ist natürlich auch im Kontext des neuen stilisierten Lebensstils der Renaissance zu sehen, der vom Adel, aber auch vom reichen Bürgertum gepflegt wurde. Neben der Musik zählten verfeinerte Formen des Turniers, Schützenfeste, Tanz und Maskenspiele zur Unterhaltung der Oberschicht.

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--> Mehr zur Musik der Renaissance in Oberösterreich


Redaktionelle Bearbeitung: Klaus Landa, 2010

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