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Bruckner-Kult in der NS-Zeit


Anton Bruckner wurde neben Richard Wagner von Adolf Hitler besonders verehrt. Hitler identifizierte sich nicht zuletzt aufgrund der gemeinsamen Herkunft auch biografisch mit Bruckner. Am 6. Juni 1937 wurde als Zeichen dieser Verehrung in der Walhalla bei Regensburg eine Bruckner-BĂŒste aufgestellt. Bei diesem Festakt war Hitler persönlich zugegen. Bruckners Musik wurde von den Nationalsozialisten missbraucht und sollte „jene glĂ€ubige Andacht fördern, die erst das reibungslose Funktionieren der Staatsmaschinerie ermöglichte“ (Albrecht DĂŒmling).

Ausdruck der NS-Bruckner-Verehrung waren die im Stift St. Florian abgehaltenen Bruckner-Festtage sowie die GrĂŒndung des Reichs-Bruckner-Orchesters des Großdeutschen  Rundfunks und des Reichs-Brucknerchores.

Autorin: Regina Thumser


Ausstellungsdokumentation: "Kulturhauptstadt des FĂŒhrers. Kunst und Nationalsozialismus in Linz und Oberösterreich" im Schlossmuseum Linz vom 17. 9. 2008 bis 29. 3. 2009 - ein Kooperationsprojekt des Oberösterreichischen Landesmuseums mit Linz09 Kulturhauptstadt Europas.

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