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KlÀnge der Macht: Musik und Theater im Reichsgau Oberdonau


Musik und Theater waren neben Radio und Kino die wichtigsten Propagandainstrumentarien der Nationalsozialisten. Ab dem MĂ€rz 1938 wurden die Kulturinstitutionen „gleichgeschaltet“, politisch oder rassisch nicht „tragbare“ KĂŒnstlerinnen und KĂŒnstler verfolgt, vertrieben oder ermordet und durch ParteigĂ€nger ersetzt. Obwohl Adolf Hitler sich vermeintlich persönlich fĂŒr das Kulturleben des Gaues Oberdonau engagierte, blieben seine großen PlĂ€ne, darunter ein Theater- und Opernneubau, unverwirklicht. Neu gegrĂŒndet wurden allerdings das Reichs-Bruckner-Orchester und der Reichs-Bruckner-Chor. Zeichen fĂŒr Hitlers Gunst waren die so genannten „FĂŒhrerausstattungen“, die bereits fĂŒr die neuen Spielorte geplant und fĂŒr das Landestheater oftmals ĂŒberdimensioniert waren.

Autorin: Regina Thumser


Ausstellungsdokumentation: "Kulturhauptstadt des FĂŒhrers. Kunst und Nationalsozialismus in Linz und Oberösterreich" im Schlossmuseum Linz vom 17. 9. 2008 bis 29. 3. 2009 - ein Kooperationsprojekt des Oberösterreichischen Landesmuseums mit Linz09 Kulturhauptstadt Europas.

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