Forum OÖ Geschichte

Literatur nach dem „Anschluss“


Der „Anschluss“ Österreichs an das Deutsche Reich wurde von vielen heimischen Schriftstellern begrĂŒĂŸt. Sie sahen darin eine Gelegenheit, sich zu profilieren oder sich weltanschaulich auszuweisen. Sie verfassten Huldigungs- und Bekenntnistexte, in denen sie sich auf die politischen Ereignisse der MĂ€rztage 1938 bezogen. Darin deuteten sie den „Anschluss“ als logisches Ziel einer lĂ€ngerfristigen Entwicklung oder als ersehnte „FamilienzusammenfĂŒhrung“. Die Schriften betrafen alle Textsorten und Medien, darunter Zeitungen und Magazine, in denen „FĂŒhrer“-Gedichte als TreueschwĂŒre und LobgesĂ€nge an Adolf Hitler veröffentlicht wurden. Beliebt waren auch Sammelwerke oder Zeitschriften mit Sondernummern, die einen Themenschwerpunkt auf die „Ostmark“ legten.


Ausstellungsdokumentation: "Kulturhauptstadt des FĂŒhrers. Kunst und Nationalsozialismus in Linz und Oberösterreich" im Schlossmuseum Linz vom 17. 9. 2008 bis 29. 3. 2009 - ein Kooperationsprojekt des Oberösterreichischen Landesmuseums mit Linz09 Kulturhauptstadt Europas.

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