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NS-Kunstpolitik


Nach der Machtergreifung Adolf Hitlers in Deutschland 1933 wurde auch die Kunst- und Kulturpolitik den Kriterien des NS-Staates unterworfen. Dies bedeutete den Ausschluss „rassisch“ verfolgter Künstler und Künstlerinnen sowie die Verfolgung der als „entartet“ diffamierten modernen Kunst.
Zur Gegenüberstellung so genannter „deutscher“ und „entarteter“ Kunst fanden 1937 in München zwei Großausstellungen statt: die „Große Deutsche Kunstausstellung“ im neu errichteten „Haus der Deutschen Kunst“, die von nun an jährlich abgehalten wurde, und die Ausstellung „Entartete Kunst“.
Für Österreichs Künstler bestand bis 1938 eine gewisse Freiheit, manche Künstler emigrierten aus Deutschland nach Österreich. Einige Österreicher versuchten aber auch schon vor 1938, auf dem deutschen Kunstmarkt zu bestehen. Die Teilnahme an der „Großen Deutschen Kunstausstellung“ war dafür wichtige Voraussetzung.

Autorin: Birgit Kirchmayr


Ausstellungsdokumentation: "Kulturhauptstadt des Führers. Kunst und Nationalsozialismus in Linz und Oberösterreich" im Schlossmuseum Linz vom 17. 9. 2008 bis 29. 3. 2009 - ein Kooperationsprojekt des Oberösterreichischen Landesmuseums mit Linz09 Kulturhauptstadt Europas.

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