Forum OÖ Geschichte

Deutsche Arbeitsfront (DAF)


Fahne der Deutschen Arbeitsfront (DAF)

Symbol: Hakenkreuz im Zahnrad
Durch die „freiwillige, aber erwĂŒnschte“ Einheitsmitgliedschaft und die von ihr organisierten AktivitĂ€ten ermöglichte es die DAF den Nationalsozialisten, die arbeitende Bevölkerung sowohl im Beruf als auch in der Freizeit zu kontrollieren und zu indoktrinieren. Diese Zwangsgemeinschaft von Arbeitnehmern und Arbeitgebern war die grĂ¶ĂŸte Massenorganisation im Deutschen Reich.

MitgliedsbĂŒcher der DAF, ArbeitsbĂŒcher
Die ArbeitsbĂŒcher wurden von den ArbeitsĂ€mtern ausgestellt. Vermerkt wurden detaillierte Angaben zur Berufsausbildung sowie zu den einzelnen BeschĂ€ftigungsverhĂ€ltnissen.

Reichsarbeitsdienst (RAD)

Reichsarbeitsdienst (RAD), Plakat, 1938
Symbol: Spaten und Ähre

Der „Reichsarbeitsdienst“ (RAD) diente ursprĂŒnglich der BewĂ€ltigung der Arbeitslosigkeit. Die kaum ĂŒber dem Arbeitslosengeld liegende Bezahlung des Dienstes machte deutlich, dass es sich bei diesen EinsĂ€tzen im Wesentlichen um einen – wie es offizielle hieß – „Ehrendienst am deutschen Volke“ handelte. Der halbjĂ€hrige Arbeitsdienst war zunĂ€chst nur fĂŒr mĂ€nnliche Jugendliche zwischen 18 und 25 Jahren verpflichtend, fĂŒr weibliche freiwillig. Der Arbeitsdienst und das Leben im Arbeitslager mit militĂ€rischer Ausbildung waren „nationalsozialistische Erziehungsarbeit“, die im Sinne der Volksgemeinschaft Standesunterschiede beseitigen und die Gesinnung fördern sollte. Mit Beginn des Zweiten Weltkrieges am 1. September 1939 wurde die Arbeitspflicht auch fĂŒr weibliche Jugendliche eingefĂŒhrt.


"WELS 1938". Ausstellung des Stadtarchivs und des Stadtmuseums Wels vom 5. Juni bis 27. Oktober 2013 im Stadtmuseum Wels - Burg.

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