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Exklusiv und Privat: Wohnen auf spätmittelalterlichen Burgen


Dem Adel war es immer wichtig, sich durch teure und schwer zu erwerbende Dinge f√ľr Wohnen, Essen oder Kleidung, aber auch durch technische Innovationen vom gew√∂hnlichen Volk abzuheben.

Auf sp√§tmittelalterlichen Burgen l√§sst sich besonders der steigende Anspruch an Wohnkomfort beobachten: D√§cher werden mit teuren und rot leuchtenden Dachziegeln anstelle von Holzschindeln gedeckt. Die Mauern werden farbig verputzt. Mehr und gr√∂√üere Fenster sorgen f√ľr mehr Helligkeit in den Innenr√§umen. Damit Licht auch an k√ľhleren Tagen nach innen vordringen kann, wird teures Fensterglas angeschafft.

Die wichtigste Innovation f√ľr warme Behaglichkeit ist die Einf√ľhrung des Kachelofens. W√§hrend dieser zun√§chst nur wenige R√§ume beheizt, sind am Ende des Mittelalters immer mehr Wohnr√§ume damit ausgestattet. Mit der warmen Stube und der Schlafkammer entstehen erstmals private R√ľckzugsr√§ume ‚Äď zun√§chst nur f√ľr die Burgherrenfamilie, sp√§ter auch f√ľr andere Burgbewohner.


Der Rundgang basiert auf der Dauerausstellung im Oö. Burgenmuseum Reichenstein in Tragwein, das am 21. April 2013 eröffnet wurde.

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